Unerlaubte Bischofsweihe: Traditionalisten-Bischöfe feiern in Ecône

Ecône VS, 26.6.13 (Kipa) Vor 25 Jahren weihte Erzbischof Marcel Lefebvre, ein Gegner des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), illegal vier Priester zu Bischöfen. Drei davon feiern am Donnerstag dieses Ereignis in Ecône im Kanton Wallis, wo die von Lefebvre gegründete Priesterbruderschaft St. Pius X. ein Priesterseminar unterhält.

An dem Gottesdienst nehmen die drei Traditionalisten-Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais sowie Alfonso de Galarreta teil, erklärte das Priesterseminar am Mittwoch gegenüber der Presseagentur Kipa . Nicht dabei ist Bischof Richard Williamson, der als Holocaust-Leugner allgemeine Bekanntheit erlangt hat und der im vergangenen Jahr aus der Pius-Bruderschaft ausgeschlossen worden ist. Am Freitag sollen nach Angaben der Pius-Bruderschaft zudem neun Männer zu Priestern geweiht werden.

Die illegale Weihe der vier Bischöfe durch Lefebvre hatte am 30. Juni 1988 zum Schisma geführt. In den vergangenen Jahren bemühte sich der Vatikan um eine Einigung. Seit Ende 2009 gab es im Vatikan mehrere Gesprächsrunden mit Vertretern der Bruderschaft über strittige Lehrfragen. Im September 2011 legte der Vatikan den Piusbrüdern eine «Lehrmässige Erklärung» über grundlegende Glaubenslehren zur Unterzeichnung vor; davon hängt eine mögliche Wiedereingliederung der Bruderschaft in die katholische Kirche ab. Seit Frühjahr 2012 scheint der Prozess zum Stillstand gekommen. (kipa/kna/be/bal/gs)

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