Erstmals wird Afrikanerin Generaloberin der Augustinerschwestern

Saint-Maurice:

Saint-Maurice VS, 1.11.11 (Kipa) Erstmals leitet eine Afrikanerin die Geschicke der Kongregation der Augustinerschwestern. Das Generalkapitel hat die 59-jährige Togolesin Marie-Reine Amouzou zur neuen Generaloberin gewählt, teilte die Kongregation am Dienstag mit. Die Afrikanerin tritt damit als neunte Generaloberin die Nachfolge von Claire Donnet-Descartes (79) an, die das Amt nach zwei Perioden abgibt.

Amouzou wurde am 7. September 1952 in Lomé, der Hauptstadt von Togo, geboren. Von 1972 bis 1977 lebte sie in Saint-Maurice, wo sie ihre religiöse Ausbildung absolvierte und die Handelsschule in Sitten besuchte. Nach einer Tätigkeit im Buchhandel in Lomé liess sich die Afrikanerin von 1979 bis 1982 in Buchhaltung und Unternehmensführung in Montréal (Kanada) ausbilden. Seit 1995 ist Amouzou Direktorin der Buchhandlung «Bon Pasteur» in Lomé.

In den Generalrat gewählt wurden weiter die Schweizerinnen Franziska Huber und Claudia Bachmann sowie Evelyne Agbegninou aus Togo.

Das Generalkapitel, das vom 23. Oktober bis am 5. November in Saint-Maurice tagt, beschloss zudem, an der regionalen Struktur festzuhalten, heisst es in der Mitteilung weiter. Seit 2006 besteht die Kongregation aus der Region Afrika und der Region Europa. Gleichzeitig habe man sich entschieden, die zuständigen Regionaloberinnen mit den Kompetenzen einer Provinzialoberin auszustatten.

Die Kongregation der Augustinerschwestern wurde 1906 im Wallis gegründet. Das Mutterhaus hat seinen Sitz in Saint-Maurice. Seit 1960 ist die Kongregation auch in Afrika tätig. Derzeit stammen 19 Schwestern aus der Schweiz, 33 sind Afrikanerinnen.

(kipa/com/arch/js/bal/gs)

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