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Roter Faden «Sehnsucht»   

oder eine kleine Geschichte der Ordensgemeinschaften

Roter Faden |  © 317438_original_R_K_B_by_Petra Dietz_pixelio.de.jpg
Die Geschichte beginnt mit den Aposteln. Sie leben mit Jesus. Er ist ihr grosses Vorbild. Da kommen Menschen voll Sehnsucht zu ihm: «Ich will dir folgen!» «Komm» antwortet Jesus ganz einfach. Und mit diesem Ruf gehen sie mit Jesus, der gestern, heute und morgen durch die Geschichte wandert. Die von so von Gott Berufenen orientieren sich am Evangelium, weil es ihre Sehnsucht nährt. Auf dieser Suche entbrennen sie so stark, dass sie zu Undenkbarem bereit werden – alles, ihr bisherige Leben «über Bord zu werfen».

Aus Sehnsucht in der Wüste leben

Im 4. Jahrhundert lebten Männer und Frauen in der Wüste in Einsiedeleien, weil sie dort voll Sehnsucht Gott suchten. Nicht im Gewühl des alltäglichen Lebens, sondern in der Einsamkeit ist Gottes Stimme zu hören. Davon waren sie überzeugt. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aus den vielen «Einsiedlern» kleine Gemeinschaften. In einem gemeinsam geregelten Leben wollten sie der Gottes Sehnsucht Raum geben. Wir nennen Sie heute Wüstenväter.

Aus Sehnsucht in Gemeinschaft leben

Kloster Einsiedeln
Im 6. Jahrhundert schrieb der heilige Benedikt von Nursia eine Regel für alle, die Gott voll Sehnsucht suchen. Er wird deshalb als Mönchsvater bezeichnet. Jetzt entstanden die ersten Klostergemeinschaften. Mönche und Nonnen mussten mit ihrer Sehnsucht nach Gott nicht mehr ziellos umherschweifen. Sie arbeiteten und beteten miteinander in einem geregelten harmonischen Tagesablauf. Unter der Leitung der heiligen Scholastika, die Schwester des heiligen Benedikts, lebten die Frauen zusammen. Die wichtigsten Benediktinerklöster in der Schweiz: Einsiedeln, Disentis, Engelberg, Mariastein, Fahr, Seedorf, Müstair, … Benediktiner und Benediktinerinnen waren von Anfang an wichtige Kulturträger für die Schweiz. Sie trugen wesentlich zum landwirtschaftlichen Fortschritt unseres Landes bei. Noch heute sind die Klosterschulen sehr bedeutsam.

Im Laufe der Zeit ging die Sehnsucht etwas verloren. Doch immer wieder gab es einzelne Mönche und Nonnen, wie z.B. der heilige Bernhard von Clairvaux, die begeistert mit Feuer und Flammen Ihre Mitbrüder und Schwestern zur ursprünglichen Sehnsucht wieder entflammten. Aus dieser Reformbewegung entstand entstand der Zisterzienserorden.

Aus Sehnsucht mitten unter den Menschen leben

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Im 13. Jahrhundert war die Sehnsucht einzelner Gruppierungen so gross, dass sie durch die Dörfer und Städte zogen, um es möglichst allen Menschen mitzuteilen. Sie suchten den armen Christus mitten unter den Armen, den Aussätzigen und hilfebedürftigen Menschen. Die Franziskaner (Kapuziner) und Dominikaner gründeten ihre Gemeinschaften deshalb mitten in der Gesellschaft am Rande der Städte, wo die Armen lebten. Der heilige Franziskus von Assisi schrieb eine neue Regel, zusammengesetzt aus wichtigen Stellen des Evangeliums. Die Gemeinschaften verzichteten auf Besitz, festen Wohnort, und wollten arm und einfach mitten unter den Menschen leben. Diese Gemeinschaften werden Bettelorden genannt, weil ihre Mitglieder umherzogen, um sich das, was sie zum einfachen Leben brauchten, erbettelten.

Die heilige Klara von Assisi verfasste als erste Frau eine Ordensregel für ihre Gemeinschaft, deren Schwestern voll Sehnsucht wie Jesus arm und einfach leben wollten.

Sehnsucht befruchtet Freundschaften

Gerade die Sehnsucht nach Gott befruchtete viele Freundschaften zwischen heilige Frauen und Männer, Brüder und Schwestern durch die Jahrhunderte immer aufs Neue. Hier einige Namen: Franziskus und Klara von Assisi, Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz, Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal.

Aus Sehnsucht den Menschen dienen

Ignatius von Loyola
In der schwierigen Zeit der Glaubensspaltung (Reformation) des 16. Jahrhunderts wurden viele Ordensgemeinschaften aufgehoben. Unter den Menschen bestand eine grosse Unsicherheit, was Glaubensfragen betraf. Wieder waren es einzelne Menschen, die ihre Sehnsucht nach Jesus entflammten und dies beispielhaft lebten. So wurden Ordensgemeinschaften «reformiert» indem die Sehnsucht neu entfacht wurde. In dieser Zeit entstanden der Reformzweig der Kapuziner und deren kontemplative Ergänzung, die Kapuzinerinnen, von denen es in der Schweiz noch einige Klöster gibt. Die Kapuziner wollten die ursprüngliche Kraft der Sehnsucht, die sie in Franziskus wiederentdeckten unter den Menschen zu leben. Durch ihre volksnahen Prediger, Seelsorger und Lehrer prägten sie nach der Reformation die katholische Kirche der Schweiz bis heute. Noch eine neue Ordensgemeinschaft entstand: die Jesuiten. Ihr Gründer Ignatius von Loyola war selbst voller Sehnsucht nach Jesus und nannte die Gemeinschaft «Gesellschaft Jesu». Mit seinen Weggefährten strebte er nach intellektueller Bildung, um im Schulwesen und in der Seelsorge wirken zu können.

Aus Sehnsucht die Gesellschaft zu verändern

Die gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts mit den vielfältigen sozialen Nöten der Menschen, entfachte in vielen Frauen und Männern die Sehnsucht zu helfen. Es entstand ein Neuaufbruch von Ordensgemeinschaften. Es war die Geburtsstunde der grossen tätigen – sich sozial engagierenden Frauengemeinschaften. Die wichtigsten Gemeinschaften der Schweiz: Ingenbohler Schwestern, Menzinger Schwestern, Baldegger Schwestern, Benediktinerinnen von Cham und Dominikanerinnen von Ilanz. Unter härtesten Bedingungen bauten die Schwestern Institutionen auf, wie Schulen, Spitäler, Heime für Behinderte und kranke Menschen. In weiten Teilen der Schweiz begründeten sie das heutige Sozialsystem.

Aus Sehnsucht für die Welt offen zu sein

Im 20. Jahrhundert nach dem 2. Weltkrieg begann für die westliche Welt der wirtschaftliche Aufschwung, der Wohlstand mit sich brachte. Vor allem im Zuge der 68er Bewegung veränderte sich das soziale und kirchliche Umfeld der Ordensgemeinschaften. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965) suchte in neuer Offenheit nach Möglichkeiten, im kirchlichen und religiösen Leben die moderne Gesellschaft zu integrieren. Es entstand eine neue Form des Ordenslebens, die Säkularinstitute. Hier versuchen Menschen in ihrem Beruf mitten in der Gesellschaft zu leben. In der Schweiz bekannte Säkularinstitute sind die Schönstatt- und Fokolarbewegung, sowie die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL).

Und Sehnsucht heute?

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Die leidenschaftliche Sehnsucht von Gruppen und einzelner Menschen nach Gott bleibt. Sie suchen nicht gesellschaftliche Anerkennung oder berufliche Karriere, sondern Gottes Nähe. Folgende Fragen hält die Sehnsucht wach: Wo sind die Nöte unserer Zeit? Wo können wir armen Menschen solidarisch beistehen? Was gibt meiner Seele Ruhe?

Die Ordensgemeinschaften in der Welt und in der Schweiz verändern sich, aber die brennende Sehnsucht nach der Nähe und zu den Menschen bleibt. Ordensgemeinschaften wollen Raum schenken, wo die Sehnsucht erwacht und lebt. Diese Sehnsucht kennt keine Grenzen, solange es Menschen gibt.

Sr. Veronica Metzger, Ingenbohl
Br. Paul Zahner, Franziskaner

 

 

Leitgedanken

  • oder eine kleine Geschichte der Ordensgemeinschaften
  • Aus Sehnsucht in der Wüste leben
  • Aus Sehnsucht in Gemeinschaft leben
  • Aus Sehnsucht mitten unter den Menschen leben
  • Sehnsucht befruchtet Freundschaften
  • Aus Sehnsucht den Menschen dienen
  • Aus Sehnsucht die Gesellschaft zu verändern
  • Aus Sehnsucht für die Welt offen zu sein
  • Und Sehnsucht heute?