Zürich bei Nacht, mit den Türmen von Fraumünster und St. Peter | © flickr Zürich Tourismus
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Zürich bei Nacht, mit den Türmen von Fraumünster und St. Peter | © flickr Zürich Tourismus

Zürcher Synode verabschiedet Resolution für befriedetes Bistum

Zürich, 1.12.16 (kath.ch) Ohne Gegenstimme hat die Synode der Katholiken im Kanton Zürich eine Resolution für eine versöhnliche Lösung des Kirchenstreits im Bistum Zürich verabschiedet. Von den 93 Synodalen enthielten sich lediglich zwei bei der Abstimmung am Donnerstag im Zürcher Rathaus der Stimme, hiess es beim Synodenbüro auf Anfrage.

Die Resolution versteht sich als dringende Bitte an die kirchlichen Verantwortungsträger, «ein Ohr beim Volk zu haben». Verbunden ist damit die Hoffnung, dass eine «konsensorientierte Nachfolgelösung für das Bistum Chur» gefunden werden kann, heisst es in der mit «Unsere Sorge um das Bistum Chur – neue Chance für die Zukunft» überschriebenen Resolution. Im kommenden Jahr steht die Nachfolgeregelung für den Churer Bischof Vitus Huonder an, der am 21. April 75 Jahre alt wird und deshalb beim Papst seinen Rücktritt einreichen muss.

«Prioritäres Anliegen»

Die Sorge um eine versöhnliche Lösung im Bistum Chur sei von verschiedenen Seiten an die Synode der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich herangetragen worden, heisst es in der Resolution. Als Zeichen dieser Sorge versteht die Synode auch die zuletzt öffentlich gemachten Bekundungen etwa von Generalvikar Martin Kopp, der Petition der Allianz «Es reicht!» oder die Stellungnahme des Churer Priesterkreises.

Als legislative Vertretung von rund 400’000 Katholikinnen und Katholiken im Kanton Zürich erachte die Synode die Befriedung der gegenwärtigen Situation als «höchst prioritäres Anliegen für eine glaubwürdige Kirche». Die «Spaltung des Bistums» solle überwunden werden. Im Zentrum der Bemühung für ein befriedetes Bistum sollen die Entfaltung des kirchlichen Lebens, der Dienst an der Gemeinschaft, die Zusammenarbeit in der Ökumene sowie der gesellschaftliche und interreligiöse Dialog stehen.

Friedensstiftende Persönlichkeit gesucht

Die Synode erwartet für die Bischofsnachfolge eine friedensstiftende Persönlichkeit. Diese soll mit den pastoralen und gesellschaftlichen Verhältnissen der Diözese Chur vertraut sein, die Seelsorge im Bistum aus eigener Erfahrung kennen, im Bistum verankert und akzeptiert sein sowie konstruktiv mit den staatskirchenrechtlichen Instanzen zusammenarbeiten, wie das die Vereinbarung zwischen der Schweizerischen Bischofskonferenz und der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz festhält.

Die Synode stützt ihre Anliegen auf die Leitvorstellungen von Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben «Evangelii Gaudium», das auch an die christgläubigen Laien gerichtet sei und zur Mitverantwortung aufrufe. (gs)

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