«Engel auf Rebholz», eine Ikone von Josua Boesch | © zVg
Schweiz
«Engel auf Rebholz», eine Ikone von Josua Boesch | © zVg

Zürcher Stadtkloster zeigt Ikonen von Josua Boesch

Zürich, 14.2.18 (kath.ch) 2012 starb der reformierte Theologe und Künstler Josua Boesch. Bekannt geworden war er unter anderem durch die Herstellung von Ikonen aus Metall. Erstmals seit seinem Tod werden nun in der Zürcher Bullingerkirche Originalikonen, Skizzen und Fotografien von Boesch gezeigt.

Josua Boesch habe Ikonen aus Metall geschaffen, die auch heute «in ihrer modernen Formensprache» unmittelbar zu den Menschen sprechen, heisst es auf dem Flyer zur Ausstellung, die am Abend des Aschermittwochs eröffnet wird. Die Kunstwerke würden Glaubensthemen wie Auferstehung, Heilung und Nachfolge in einem neuen Licht erscheinen lassen.

Ausstellung an einem Ort der Kontemplation

Letztmals seien die über 30 Ikonen von Boesch vor seinem Tod in einer gemeinsamen Schau gezeigt worden, schreiben die Veranstalter in einer Dokumentation zur Ausstellung. Dort heisst es auch, dass sich die Bullingerkirche für eine Ausstellung von Boeschs Ikonen eigne, weil sie mit dem Einzug des Stadtklosters zu einem Ort der Kontemplation und des Gebets geworden sei. Seit Sommer 2016 wohnen Mitglieder der Kerngruppe des Stadtklosters in Räumen der Kirchenanlage, die sich im Zürcher Kreis 4 befindet.

Tanz, Predigt und Meditation

In der kommenden Ausstellung werden nun Originalikonen des reformierten Theologen gezeigt. Gleichzeitig bekomme das Publikum auch Fotografien von Werken sowie Skizzen von Ikonen zu sehen, die für den Entstehungsprozess zentral gewesen seien, heisst es in der Dokumentation.

Während der Dauer der Ausstellung werden zudem verschiedene Anlässe durchgeführt, darunter ein Podiumsgespräch, eine Tanzvorführung und ein Ikonenmalkurs. Auch eine Predigtreihe mit Pfarrer Rolf Mauch wird angeboten. An zwei Abenden können Interessierte an einer «Vesper mit Meditation einer Ikone» teilnehmen.

Künstler, Pfarrer und Eremit

Josua Boesch (1922-2012) war nicht nur reformierter Theologe und Pfarrer, sondern auch Gold- und Silberschmid. Zur Theologie kam er erst nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule und einer Berufslehre. Nach dem Theologiestudium war er während 28 Jahren Pfarrer. Fast 20 Jahre lang lebte Boesch zudem in Italien, zunächst in einem benediktinischen Eremitenkloster, dann in einer Klause in der Nähe des Klosters.

Die Ausstellung wird unter anderem vom Verein Stadtkloster Zürich getragen. Die Vernissage findet am Mittwoch, 14. Februar, um 19.30 Uhr in der Bullingerkirche statt. Gezeigt werden die Kunstwerke bis und mit 2. April. (bal)

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