Lisa Palm und Renata Aeby | © zVg
Schweiz
Lisa Palm und Renata Aeby | © zVg

Zürcherin vertritt Spitalseelsorger in Palliative Care-Gesellschaft

Zürich/Genf, 21.11.17 (kath.ch) Die Zürcher Spitalseelsorgerin Lisa Palm hat eine wichtige Rolle in jener Fachgesellschaft übernommen, die sich der Betreuung von Menschen am Lebensende verschrieben hat. Sie ist neu Co-Leiterin der Fachgruppe Seelsorge in der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung. Die Wahl dazu geschah am internationalen Palliative-Kongress in Genf.

Palm war bisher Vizepräsidentin der Fachgruppe Seelsorge bei der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung (»Palliative ch»). Als zweite Co-Leiterin wurde die reformierte Theologin Renata Aebi gewählt. Die beiden Theologinnen treten die Nachfolge von Karin Kaspers Elekes an, welche die Fachgruppe seit 2016 präsidiert hatte.

«Im Spitalbereich Palliative Care gehört die Seelsorge in den Kern der Begleitung der Patienten», sagt die frisch gewählte Co-Leiterin der Fachgruppe Seelsorge, Lisa Palm gegenüber kath.ch. In anderen Spitalbereichen sei die Seelsorge weniger zentral eingebunden. Palm arbeitet seit 2011 als Spitalseelsorgerin am Universitätsspital Zürich. Zuvor erfüllte sie diese Aufgabe gut vier Jahre am Spital Zollikerberg.

Seit sieben Jahren ist die katholische Theologin auch Palliative Care-Beauftragte der Spitalseelsorge der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Auf ihre Initiative hin gibt es inzwischen ein ökumenisches Fortbildungsangebot für Seelsorgerinnen und Seelsorger im Kanton Zürich, wie es in einer Mitteilung von «Palliativ ch» heisst.

Seelsorge als «einer von drei Playern»

In der Fachgesellschaft «Palliative ch» ist die Seelsorge «einer von drei Playern», wie Palm erklärt. Dass die Seelsorge neben der Medizin und der Pflege vor zwei Jahren als dritte Fachgruppe eingerichtet worden ist, bezeichnet sie als «grossen Erfolg». Die Fachgruppe arbeitet aktuell an verbindlichen Standards für die Palliativ-Seelsorge. Diese sollen bis Frühling 2018 abgeschlossen sein.

Die Spitalseelsorgerin vertritt die Zürcher Kantonalkirche seit der Gründung der Fachgruppe Seelsorge in der dazugehörenden Steuerungsgruppe von «Palliative ch». Dieses rund zwölfköpfige Gremium von Seelsorgern aus verschiedenen Regionen trifft sich regelmässig zum Austausch. Auch eine entsprechende Vertretung der Schweizer Bischofskonferenz und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes ist dabei.

Religion am Lebensende besonders wichtig

«Religion und Spiritualität sind für viele Menschen am Lebensende so wichtig wie nie zuvor», sagt Palm. Sie ist überzeugt: Auf Wunsch sollten Menschen bei einer schweren Erkrankung eine religiöse Stärkung von einer «Person mit Charisma» erhalten.

Der 4. Kongress der internationalen frankophonen Gesellschaft für Palliative Care fand vom 16. bis 18. November im Internationalen Konferenzzentrum in Genf statt. Er wurde organisiert von der Fédération Internationale de Soins Palliatifs (FISP)  und der Fachgesellschaft «Palliative ch». (rp)

Fachgesellschaft für Palliative Care

Die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung wurde 1988 gegründet. Sie zählt gegen 2000 Mitglieder, rund 500 davon aus dem Bereich Seelsorge. In der Gesellschaft sind nach eigenen Angaben alle Berufsgruppen vertreten, die am Krankenbett tätig sind: Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Seelsorger und Seelsorgerinnen, Freiwillige und weitere Berufsgruppen. (rp)

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