Seyran Ates, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee | © www.imagerey.ch
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Seyran Ates, Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee | © www.imagerey.ch

Zitat: «Nicht gegen den Islam, sondern gegen das Patriarchat»

Zürich/Berlin, 19.11.17 (kath.ch) «Ich kämpfe nicht gegen den Islam, sondern gegen das Patriarchat. Innerhalb des Islams will ich Erneuerung haben. Ich kämpfe nicht gegen, sondern für meine Religion.  Ich möchte, dass meine Religion nicht als hinterwäldlerisch, als rassistisch oder als terroristisch bezeichnet wird, sondern die schönen mystischen spirituellen Seiten im Vordergrund stehen: die Barmherzigkeit, die Liebe, der Frieden, die Vernunft, das Nachdenken, die Eigenverantwortung, den Verstand zu nutzen. All das können Sie aus dem Koran entnehmen. Sie können aber auch Gewalt aus dem Koran entnehmen, wie es die Terroristen und die Salafisten machen. Denen will ich das entgegenhalten und sagen: Nein. Ich beziehe mich eher auf das Positive. Und gerade im 21. Jahrhundert muss ich historisch-kritisch schauen: Was gilt heute noch?»

Dies sagte Seyran Ates, Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, in einem Beitrag von Schweizer Radio SRF (19. November). Die Moschee wurde gefeiert, aber auch heftig angegriffen. Ates erhielt Hunderte Morddrohungen und lebt unter Polizeischutz. (sys)


Seyran Ates wirbt bei Freidenkern um Unterstützung für liberale Muslime

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