Dick Marty, ehemaliger Staatsanwalt und Tessiner Ständerat | © 2015 Keystone / Laurent Gillieron
Schweiz
Dick Marty, ehemaliger Staatsanwalt und Tessiner Ständerat | © 2015 Keystone / Laurent Gillieron

Zitat: «Mantra von Konzernen ändert nichts an dreckiger Realität»

Zürich, 11.3.19 (kath.ch) «Das von Konzernen und Bundesrat geübte Mantra ‹freiwillige Massnahmen wirken› ändert auch bei steter Wiederholung nichts an der dreckigen Realität in fehlbaren Minen, Fabriken und Plantagen. Eine kleine Minderheit verantwortungsloser Konzerne profitiert auf Kosten all der Unternehmen, die sich redlich verhalten. Wer nach ‹Freiwilligkeit› ruft – mit dem Argument, die meisten Firmen hielten sich bereits an die Regeln -, könnte geradeso gut die Abschaffung des Strafgesetzes propagieren, weil nur ein kleiner Prozentsatz der Bürgerinnen und Bürger straffällig wird.»

Der ehemalige FDP-Ständrat Dick Marty äusserst sich in einem Gastkommentar im «Tages-Anzeiger» von Montag. Damit plädiert er für die Annahme der Konzernverantwortungsinitiative (Kovi). Der frühere Tessiner Staatsanwalt sass von 1995 bis 2011 im Ständerat. Marty war Ermittler des Europarates, so etwa ab 2005 zu illegalen Aktivitäten des US-Geheimdienstes CIA in Europa. (uab)

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