Martin Grichting, Generalvikar Bistum Chur | © zVg
Schweiz
Martin Grichting, Generalvikar Bistum Chur | © zVg

Zitat: «Christentum als Bollwerk gegen Selbstvergottung des Staates»

Chur, 27.11.15 (kath.ch) «Auch wenn nicht zu leugnen ist, dass das Christentum entgegen seiner Lehre oft genug Verhältnisse geschaffen hat, die einem Gottesstaat nahekamen: Es ist gerade das Christentum, das aus seinen religiösen Ressourcen die  Grundlagen für Säkularität und für eine pluralistische Zivilisation schafft. Und deshalb konnten im 18. Jahrhundert vorreligiös begründete Menschenrechtskataloge in Amerika und in Frankreich aufgestellt werden, aber bis heute nicht in  Saudiarabien. … Dadurch ist das Christentum ein Bollwerk nicht nur gegen jeden religiösen Monismus und Totalitarismus, sondern auch gegen die Selbstvergottung des Staates oder des Menschen.»

Martin Grichting nimmt die Terrorattacken von Paris zum Anlass, in einem Gastkommentar für die NZZ (27. November) eine theologische Debatte zu fordern. Er beschreibt die unterschiedliche Haltung von Christentum und Islam zur säkularen Gesellschaft und folgert, dass die christlichen Religionsgemeinschaften den säkularen Staat und die Zivilgesellschaft durch den «guten Gebrauch dieser theologischen Ressourcen» unterstützen sollen. Grichting ist Generalvikar des Bistums Chur. (cm)

Ein theologischer Diskurs ist nötig, Gastkommentar

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