Bundeshauskuppel von Bern | © Martin Spilker
Schweiz
Bundeshauskuppel von Bern | © Martin Spilker

«Werte wie sozialer Ausgleich und Gemeinwohl sind wichtig»

Zürich, 13.12.18 (kath.ch) Für die Zukunft eines Landes ist die Konfessionszugehörigkeit der Regierungsmitglieder nicht unwichtig. Und für den Direktor des Katholischen Medienzentrums Zürich ist klar, dass die Katholische Kirche als grösste Religionsgemeinschaft angemessen vertreten sein muss. Ein Kommentar von Charles Martig.

Bei den Bundesratswahlen ist vor lauter Medienrummel ein wichtiges Detail vergessen gegangen. Sowohl Viola Amherd als auch Karin Keller-Sutter sind römisch-katholisch. Das mag auf den ersten Blick für die Politik in Bundesbern nicht ausschlaggebend sein. Dennoch hat Keller-Sutter bei der Annahme-Erklärung ihrer Wahl den Dialog mit allen Akteuren in der Gesellschaft betont und dabei auch die Kirchen genannt. Das hat zu einem positiven Feedback aus der Kirche geführt; kath.ch hat darüber berichtet.

Katholische Bundesrätinnen bringen neuen Schwung.

Wer hätte sich vorstellen können, dass mit der Wahl von zwei katholischen Bundesrätinnen ein neuer Schwung in die nationale Politik kommt. Sowohl Karin Keller-Sutter als neue Vorsteherin des EJPD als auch Viola Amherd als Verantwortliche beim VBS sind Macherinnen, die viel Beharrlichkeit und politisches Gespür mitbringen. Sie haben in ihren Departementen als auch im Gesamtbundesrat eine wichtige Rolle zu übernehmen.

Keller-Sutter hat klare Vorstellungen zum Verhältnis von Religion und Politik. Amherd gibt sich bei diesen Themen noch etwas bedeckt. Aber auch sie kommt aus einer politischen Kultur, die sich an der katholischen Soziallehre orientiert. Hier sind Werte wie der soziale Ausgleich und die Unterstützung des Gemeinwohls wichtig. Auch das Solidaritätsprinzip wird von katholischer Seite hochgehalten.

Grösste Religionsgemeinschaft muss angemessen vertreten sein.

In unserem System der Konkordanz wird immer wieder von der angemessenen Vertretung von Regionen, Parteien und Geschlecht gesprochen. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass die grösste Religionsgemeinschaft der Schweiz angemessen im Bundesrat vertreten ist. Das ist nun auf elegante Weise gelungen. Die Katholikinnen bringen Hoffnung in die nationale Politik und in den Bundesrat.

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