Was ist eine schwere Sünde?  | © pixabay.com CC0
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Was ist eine schwere Sünde? | © pixabay.com CC0

Zitat: «Wer den Gottesdienst absichtlich versäumt, sündigt schwer»

Vaduz, 9.2.18 (kath.ch) «Die sonntägliche Eucharistie legt den Grund zum ganzen christlichen Leben und bestätigt es. Deshalb sind die Gläubigen verpflichtet, an den gebotenen Feiertagen an der Eucharistiefeier teilzunehmen, sofern sie nicht durch einen gewichtigen Grund (z. B. wegen Krankheit, Betreuung von Säuglingen) entschuldigt oder durch den Pfarrer dispensiert sind. Wer diese Pflicht absichtlich versäumt, begeht eine schwere Sünde.»

Das schriebt der Triesner Kaplan Sebastian Harwardt in einem Brief an die Eltern von Firmlingen im letzten November. Darin erklärte er, warum er den Kindern keine Hostie gab, die einen Gottesdienst versäumt hatten – zum Beispiel wegen Familienausflügen. Jetzt hat der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff dazu im «Liechtensteiner Volksblatt» (8. Februar) Stellung genommen: «Um eine schwere Sünde zu begehen, braucht es das Bewusstsein, dass man hartnäckig gegen die Liebe Gottes verstösst und auch hartnäckig in dieser offenkundig schweren Schuld verbleibt.» Dies sei im katholischen Kirchenrecht geregelt. Kein Priester dürfe die Kommunion verweigern – ausser, jemand würde bewusst in der Schuld verharren, so Schockenhoff weiter. «Einem Kind eine solche Schuld zu unterstellen, wenn es einmal die Messe verpasst hat und dies vielleicht nur deshalb, weil seine Eltern andere Pläne hatten, das ist absurd.» (ft)

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