Wenn Kunst quasi eine Religion sein will

Kunst und Religion haben jahrhundertelang eine Win-Win-Situation verkörpert. Weil Religion die bildhafte Anschauung in den Kirchen brauchte, um dem Volk Gott und Glauben näherzubringen. Andererseits verdankt die Kunst ihre ausserordentliche gesellschaftliche Bedeutung und ihren Wert nicht zuletzt infolge der Verbildlichung des Göttlichen. In Paris ist derzeit die Ausstellung eines ungarischen Malers der Moderne zu sehen, der religiöse Sujets im Grossformat malte – ohne an Gott zu glauben.