Kapelle in San Salvador, wo Oscar Romero ermordet wurde | © Jacques Berset
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Kapelle in San Salvador, wo Oscar Romero ermordet wurde | © Jacques Berset

Vor 35 Jahren wurde Erzbischof Romero ermordet

San Salvador/Rom, 25.3.15 (kath.ch) Am 23. Mai dieses Jahres soll der in El Salvador und inzwischen weltweit als Märtyrer verehrte Bischof Oscar Romero durch den Papst seliggesprochen werden. In Lateinamerika wird der ermordete Kirchenmann bereits seit langem wie ein Heiliger behandelt. Im Vatikan allerdings dauerte es mehrere Jahre, bis das Handeln von Romero auch kirchlich Anerkennung fand.

Der einst als konservativ eingestufte Romero hat sich, als er sah, was in seinem Land geschah, aus christlicher Überzeugung auf die Seite der einfachen Bevölkerung und gegen die Machenschaften des Regimes gestellt. Dafür wurde er – auch in der Kirche – zuerst abgelehnt und galt  als als politischer Oppositioneller. Romero wurde wiederholt bedroht und musste seine Haltung zuletzt mit dem Leben bezahlen. Am 24. März jährte sich der Todestag des Erzischofs, der, wie es in der Kirchensprache heisst, nun «zur Ehre der Altäre» erhoben werden soll.

In der Schweiz hat die Bethlehem Mission Immensee ihr Bildungszentrum Romero-Haus in Luzern nach dem ermordeten Erzbischof benannt. (ms)

 

Weiterer Beitrag zum Thema: Interview «In El Salvador ist Roemro längst heilig».

 

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