Tag der offenen Tür Wesemlin Luzern | © Sylvia Stam
Schweiz
Tag der offenen Tür Wesemlin Luzern | © Sylvia Stam

Vier Beschwerden blockieren Neubau im Kapuzinerkloster

Luzern, 12.2.18 (kath.ch) Der Neubau «Francesco» im Kapuzinerkloster Wesemlin in Luzern ist seit bald einem Jahr blockiert. Gegen das sechsstöckige Gebäude mit 30 Wohnungen sind vier Beschwerden hängig. Die Verzögerung habe finanzielle Folgen, doch die Klostergemeinschaft bleibe gelassen, schreibt der Präsident der Baukommission.

Eine Beschwerde hat die Stiftung Archicultura für Orts- und Landschaftsbildpflege eingereicht, drei andere stammen von drei Beschwerdeführern aus der Nachbarschaft, die durch denselben Anwalt vertreten werden. Dies schreibt Urs Steger auf Anfrage von kath.ch. Steger ist Unternehmensberater und Präsident der Baukommission «Wohnen im Kapuzinergarten». Diese plant das Projekt im Auftrag des Klosters.

Geplante Klostereinnahmen verzögert

Laut der «Luzerner Zeitung» und dem Online-Magazin «Zentralplus» (12. Februar) ist unklar, wann die Bauarbeiten beginnen können. Die Verzögerung habe Folgen, schreibt Steger. Einerseits bestehe das Risiko einer Verteuerung der Hypotheken. Deshalb sei es möglich, dass die «ursprünglich moderat angesetzte Mietzinsstruktur» nach oben angepasst werden müsse. Zudem könne das Kloster erst mit Verzögerung mit dem notwendigen Zuschuss aus den Vermietungen rechnen.

«Die dem klösterlichen Leben eigene Gelassenheit vis-à-vis weltlichen Dingen hilft.»

Der Präsident der Baukommission verspürt aber von Seiten der Klostergemeinschaft keinen Druck, wie er schreibt. «Die dem klösterlichen Leben eigene Gelassenheit vis-à-vis weltlichen Dingen hilft dabei», ist seine Erklärung.

Die Stadt Luzern hatte bereits am 6. März 2017 die Baubewilligung für das Neubauprojekt «Francesco» im Garten des Klosters Wesemlin erteilt und so die damaligen Einsprachen abgewiesen.

Der Neubau mit den rund 30 Mietwohnungen wurde geplant, um Einkünfte für das Kloster zu generieren. Die Kapuziner könnten heutzutage nicht mehr weitgehend vom Betteln leben. Und kaum einer von ihnen habe eine ausreichend bezahlte Lohnarbeit, hiess es an einem Podium, das im Herbst 2016 im Luzerner Kapuzinerkloster zu den Europäischen Tagen des Denkmals durchgeführt worden war. (rp)

Einsprachen gegen Bauprojekt der Kapuziner in Luzern

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