Vertuschung (Motivbild) | © pixabay SamuelStone CC0
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Vertuschung (Motivbild) | © pixabay SamuelStone CC0

Vertuschungsvorwürfe gegen Legionäre Christi

Mailand, 7.12.18 (kath.ch) Vier katholische Ordensmitglieder der Legionäre Christi sollen wegen Vertuschung sexuellen Missbrauchs in Italien gerichtlich belangt werden.

Die Opferanwältin Daniela Cultrera erklärte auf telefonische Anfrage am Freitag in Mailand, sie gehe davon aus, dass die Turiner Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnen werde.

Die Anschuldigung lautet, die vier Ordensmänner, teils in Leitungspositionen, hätten Ermittlungen gezielt behindert und Betroffene zu Falschaussagen gedrängt. In dem Zusammenhang seien in mindestens zwei Fällen auch Geld geflossen, so Cultrera.

Aus Orden ausgeschlossen

Der Orden der Legionäre verwies auf eine frühere Pressemitteilung, die ein juristisches Vorgehen gegen «einige Mitglieder und andere Personen» bestätigt.

Der ehemalige Priester, dessen Vergehen Anlass für die mutmassliche Vertuschung gewesen sein sollen, wurde demnach 2013 in den Laienstand versetzt und zugleich aus dem Orden ausgeschlossen.

Gegen den Ex-Legionär sei im norditalienischen Novara ein strafrechtliches Verfahren in Gang. Die der Vertuschung beschuldigten Ordensmitglieder wiesen laut der Mitteilung ein Fehlverhalten zurück. (cic)

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