Markus Büchel segnet Hildegard Aepli | © 2016 Sylvia Stam
Schweiz
Markus Büchel segnet Hildegard Aepli | © 2016 Sylvia Stam

Hildegard Aepli: «Verstört, ergriffen, überwältigt!»

2.5.16 (kath.ch) Bevor sie den Weg von St. Gallen nach Rom unter die Füsse nimmt, lässt Hildegard Aepli, Initiantin des Pilgerprojekts «Kirche mit den Frauen», ihren Emotionen gegenüber kath.ch freien Lauf. Aepli ist Pastoralassistentin in St. Gallen.

Sylvia Stam

Hildegard Aepli, nach zwei Jahren Vorbereitung startet das Projekt heute. Wie fühlen Sie sich?

Hildegard Aepli: Unglaublich. Ich bin verstört, ergriffen, überwältigt von dieser schönen Feier, von den stillen Menschen, die da waren, von – ja, von diesem Miteinander jetzt auch in der Liturgie!

Sie gehen jetzt auf den Weg – wie finden Sie den Weg?

Aepli: Ja, das erste Stück geht Patrick Hächler voraus, ein erfahrener Pilger, der den Weg sehr gut kennt. Nachher laufen wir mit dem GPS, Franz Mali hat die Route vorbereitet. Er ist quasi unser «Stern von Bethlehem».

Wo werden Sie übernachten?

Aepli: Zum Teil in Hotels, zum Teil in Pensionen, Jugendherbergen oder Pfarrhäusern. Wir wissen jetzt schon, wo wir jeweils übernachten werden, das ist alles vorbereitet. Wir lassen ja andere Leute tageweise mitpilgern. Dann muss klar sein wo wir jeweils unterkommen.

Die Leute, die spontan tageweise mitpilgern, übernachten auch mit Ihnen?

Aepli: In der Schweiz sind wir eine fixe Gruppe von 16 Personen. Aber dann gibt es auch noch Tagesgäste. Diese übernachten nicht mit uns. Damit wir diesen Spontanpilgern sagen konnten: «Morgen trefft ihr uns in Teufen vor der katholischen Kirche», mussten wir ja gewährleisten, dass es in Teufen auch eine geeignete Unterkunft gibt, von der aus wir dann weiterpilgern.

Angenommen, der Papst lädt Sie zu einer Audienz ein. Was sagen Sie ihm?

Aepli: Ach Gott! (lacht) Ja, wir sagen ihm, was wir gemacht haben: Für welche Anliegen wir diesen Weg unter die Füsse genommen haben. Wichtig ist auch, ihm zu sagen, dass er der Grund für dieses ganze Projekt: Er hat diese Initiative bei mir erst ermöglicht, und dafür möchte ich dem Papst auch danke sagen. Danke für seine Zeichen, für seine Art und Weise zu wirken, seine Ermutigung, auf den Weg zu gehen.

Angenommen, es kommt nicht zu einer Audienz. Wie überbringen Sie ihm diese Anliegen?

Aepli: Wir sind auch darauf vorbereitet. Wir haben eine Übergabekiste und wir haben einen Text, der am 2. Juli herauskommen wird. Wir werden uns in Rom gut informieren, für den Fall, dass er nicht da ist. Wir haben zwei bis drei Tage Zeit, um diese Übergabe zu organisieren. Vielleicht kann sie durch einen der drei Schweizer Bischöfe erfolgen, die dann in Rom sind.

Wie viele Pilger erwarten Sie in Rom bei der Übergabe?

Aepli: Das ist schwierig zu sagen. Wir wissen von etwa 200 Leuten, die sich für eine Reise angemeldet haben. Und dann gibt es aber weitere Leute, die sich selber organisiert haben – den Überblick habe ich nicht! (sys)

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