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Schweiz
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Verein «für traditionelle Familie» will Schweizer Bischöfen Beine machen

Bern, 14.6.15 (kath.ch) Erhalt und Verteidigung der Familie, die aus einem Mann, einer Frau und Kindern besteht, dafür setzt sich ein neu gegründeter Verein ein. Der «Verein für die traditionelle Familie» ist laut Homepage überparteilich und überkonfessionell , er verfolgt seine Ziele auf einer politischen wie auf einer religiösen Ebene, wie Co-Präsident und EDU-Geschäftsleiter Marco Giglio auf Anfrage von kath.ch mitteilte. Der Verein will sich unter anderem mit einem offenen Brief an die Schweizer Bischöfe wenden, damit diese «den Katholiken den Weg zeigen», so Giglio.

Die Ehe soll auch in Zukunft ausschliesslich der Bund zwischen einem Mann und einer Frau sein, entsprechend soll eine Ehe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Personen «im Sinne der abendländisch-christlichen Tradition und Kultur unseres Landes verhindert werden», lauten zwei der Ziele auf der Homepage des Vereins.

Leihmutterschaft und die Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare lehnt der Verein, der bereits im Mai gegründet wurde, ab. Auch soll die Kirche laut Homepage «nicht dazu gezwungen werden, gleichgeschlechtliche Paare zu verheiraten».

Angriffe auf die Bischöfe Lovey und Huonder

Auslöser für die Gründung des Vereins waren laut Giglio «die ständigen Motionen und Vorstösse sowie die Angriffe auf den Bischof von Sitten und jenen von Chur» (Bischof Jean-Marie Lovey und Bischof Vitus Huonder, Anm. d. Red.). Ausserdem nennt Giglio in seiner Antwort auf die Anfrage von kath.ch «das schuldhafte Schweigen der Bischofskonferenz im Rahmen der Homo-Rechte». Eine genaue Mitgliederzahl stehe noch nicht fest, verschiedene katholische, orthodoxe und freikirchliche Organisationen sowie solche aus dem Bereich des Lebensschutzes seien beigetreten. Giglio geht von «mehreren Hundert, wenn nicht gar mehreren Tausend Mitgliedern» aus.
Das Präsidium des Vereins teilen sich Marco Giglio und Jean-Philippe Gay-Fraret, Vizepräsident der Jungen SVP Schweiz. Der Vorstand ebenso wie das begleitende Parlamentarierkomitee besteht aus Politikern der EDU, SVP und CVP.

Offener Brief an die Schweizer Bischöfe

Als nächste Aktion plant der Verein, der auch ein Facebook-Profil betreibt, einen offenen Brief an die Schweizer Bischofskonferenz und an alle Bischöfe in der Schweiz, damit diese «gemeinsam und geeint den Katholiken den Weg zeigen», so Gilgio gegenüber kath.ch. «Die Bischöfe müssen den Mut haben die Lehre klar und ohne Kompromisse zu vertreten!», begründet der Katholik Giglio das Anliegen. (sys)

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