Scheich-Zayid-Moschee in Abu Dhabi | © pixabay jpeter2 CC0
Vatikan
Scheich-Zayid-Moschee in Abu Dhabi | © pixabay jpeter2 CC0

Vatikan gibt Reiseprogramm des Papstes nach Abu Dhabi bekannt

Rom, 13.12.18 (kath.ch) Papst Franziskus wird Anfang Februar nach Abu Dhabi reisen und bei einer interreligiösen Begegnung eine Rede halten. Das gab der Vatikan am Mittwoch mit weiteren Details bekannt.

Demnach trifft Franziskus auch mit der islamischen Gelehrten-Vereinigung des «Muslim Council of Elders» zusammen. Zuvor wird das katholische Kirchenoberhaupt von Kronprinz Muhammad bin Zayid offiziell willkommen geheissen. Ein Empfang durch den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Chalifa bin Zayid, ist hingegen laut Programm nicht vorgesehen. Es ist das erste Mal, dass ein katholischer Papst Arabien besucht.

Scheich-Zayid-Moschee

Den vatikanischen Angaben zufolge fliegt Franziskus am 3. Februar nach Abu Dhabi, wo am Abend auf dem Flughafen des Präsidenten die Begrüssung stattfindet. Die Willkommenszeremonie im Präsidentenpalast und ein Besuch beim Kronprinzen sind am folgenden Mittag geplant.

Am Nachmittag folgt in der Scheich-Zayid-Moschee ein privates Treffen mit dem «Muslim Council of Elders», einer 2014 gegründeten internationalen Vereinigung für einen toleranten Islam, an deren Spitze Grossscheich Ahmad al-Tayyeb von der Kairoer Al-Azhar-Universität steht. Danach besucht der Papst die interreligiöse Konferenz im Founder’s Memorial.

Zayed-Sports-City-Stadion

Am 5. Februar besucht Franziskus privat die katholische Bischofskirche von Abu Dhabi. Am Vormittag feiert er eine Messe im Zayed-Sports-City-Stadion, der grössten Sportarena des Landes. Am Mittag fliegt der Papst nach Rom zurück.

Paul Hinder, Bischof in Arabien | © zVg
Es ist das erste Mal, dass ein katholisches Kirchenoberhaupt in die Arabischen Emirate reist. Die katholische Kirche ist dort nicht als Bistum, sondern in der Form eines Apostolischen Vikariats organisiert, zu dem auch Jemen und der Oman gehören. Leiter ist der Schweizer Kapuziner und Bischof Paul Hinder (76). Auf einem Gebiet, das der neunfachen Fläche Deutschlands entspricht, leben Schätzungen zufolge 2,2 Millionen Katholiken, fast ausnahmslos Gastarbeiter. (cic)

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