Unterstützungs-Picknick für US-Erzbischof im Lehrer-Streit

Washington, 19.5.15 (kath.ch) Im Streit um eine Richtlinie der Erzdiözese San Francisco, die Lehrer kirchlicher Schulen zur Unterstützung der kirchlichen Morallehre verpflichtet, haben verganene Woche hunderte Menschen an einem «Solidaritäts-Picknick» zugunsten des Erzbischofs der Stadt, Salvatore Cordileone, teilgenommen. Der katholische Oberhirte der kalifornischen Stadt war laut Medienberichten auch selbst anwesend.

Eine Klausel in neuen Dienstverträgen der Erzdiözese San Francisco erwartet von den Bewerbern für Lehrerposten kirchlicher Schulen, dass sie die katholische Sexuallehre mittragen und ihr nicht öffentlich widersprechen würden. Es sei dies lediglich eine Klarstellung dessen, was schon seit Jahren Praxis sei, argumentierte die Erzdiözese.

Zwei Wochen nach der Bekanntgabe im Februar hatten demokratische Kongressabgeordnete in einem offenen Brief Erzbischof Cordileone dazu aufgefordert, von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, weil es bestimmte Lehrer diskriminieren und ihr Bürgerrecht auf freie Meinungsäusserung, auf freie Wahl des Partners und der Familienplanung beeinträchtigen würde. Cordileone hielt dem entgegen, dass auch eine Partei keinen Unterstützer der gegnerischen Partei als Wahlkampfmanager einstellen würde.

Dem Bischof wird «Spaltung» vorgeworfen

Es folgte im April eine ganzseitige Einschaltung verärgerter Katholiken in der «San Francisco Chronicle»: Verlangt wurde von Papst Franziskus eine Abberufung des Erzbischofs, der zu einer «Spaltung» beitrage und von Lehrern Moralvorstellungen verlange, die der individuellen Gewissensfreiheit und dem Arbeitsrecht des Bundesstaates Kalifornien widersprächen. Auch die Befürworter Cordileones machten mobil, ebenfalls mit Zeitungsinseraten sowie mit einer von über 50’000 Menschen unterzeichneten Online-Petition. (kap)

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