Erstkommunion  | © kna
Schweiz
Erstkommunion | © kna

Weisser Sonntag

Bonn, 23.4.17 (kath.ch) Der erste Sonntag nach Ostern wird in der katholischen Kirche als Weisser Sonntag begangen. Als klassisches Datum für die feierliche Erstkommunion wird er erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. Der Name leitet sich von den weissen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen.

Als sichtbares Zeichen für das empfangene Tauf-Sakrament sollten die weissen Gewänder die Reinigung durch das Taufwasser versinnbildlichen und ein Zeichen für den in Christus neu geborenen Menschen sein. Ab dem siebten Jahrhundert trugen die erwachsenen Täuflinge die weissen Kleider von Karsamstag oder dem Ostertag an – den üblichen Taufterminen – acht Tage lang, die sogenannte «Weisse Woche».

Erstmals in Luzern verbrieft

Erstmals als Termin für die Erstkommunion wurde der Weisse Sonntag 1673 in Luzern erwähnt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bischöfliche Anweisungen, die Erstkommunion an diesem Tag zu feiern. Die Wahl dieses Termins wurde empfohlen, da in der Erstkommunionfeier die Erneuerung der Taufe und das bewusste Sich-Eingliedern in die christliche Gemeinde gesehen wurde.

Heute feiern viele Gemeinden die Erstkommunion nicht mehr am Weissen Sonntag. Häufig werden dafür auch organisatorische Gründe genannt, insbesondere in Grosspfarreien mit mehreren Erstkommunionfeiern in den einzelnen Kirchen und Kirchorten. (kna)

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum