Filmtipp

«Wer wir waren»: Ein Film über den Menschen und seinen einzigen Planeten

Unser Planet mit seinen menschengemachten Problemen treibt die Menschen um. Marc Bauder porträtiert sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Ideen haben, wie es weitergehen könnte mit dem Menschen und seinem Planeten.

Eva Meienberg

«Es gibt unglaublich viel ungeheuerliche Dinge und das Ungeheuerlichste davon ist der Mensch», sagt die Philosophin Janina Loh. Sie steht im Schutzanzug mit Atemmaske in einem verwüsteten Schulzimmer in Fukushima.

«Wir müssen eine menschliche Gemeinschaft schaffen und ein «globales Wir»«, Felwine Sarr, Ökonomieprofessor in Saint-Louis, steht am Ufer der senegalesischen Insel Dionewar, deren Ufer vom steigenden Meeresspiegel verschluckt wird.

Das Ende der Menschheit

«Wenn wir den Planeten zerstören, dann ist es vorbei mit uns. Dann endet die Geschichte der Menschheit», sagt der Astronaut Alexander Gerst auf der ISS, der internationalen Raumstation. Aus seiner Perspektive sehen wir unseren blauen Planeten als gigantische Kugel in einem tiefdunklen All.

Janina Loh, Alexander Gerst und Felwine Sarr sind drei von sechs Wissenschaftlerinnen, denen wir im Film von Marc Bauder begegnen.

Aus der fiktiven Zukunft

Auf der Vorlage des letzten unvollendeten Buches von Roger Willemsen, blickt Bauder aus einer fiktiven Zukunft auf uns Menschen. Die fiktive Zukunft kreierte er aus den Zukunftsideen der sechs Protagonisten.

Der Film konfrontiert uns schonungslos mit dem Zustand der Welt und weckt gleichzeitig das Gefühl, es sei noch nicht das Ende der Geschichte dieses ungeheuerlichen Menschen auf seinem einzigen Planeten.

«Wer wir waren», Deutschland 2021, Regie: Marc Bauder, Besetzung: Alexander Gerst; Janina Loh, Felwine Sarr; Verleih: Filmcoopi, Internet: https://www.filmcoopi.ch/, Filmwebsite: https://www.filmcoopi.ch/movie/wer-wir-waren

Kinostart: 22. Juli 2021

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ISS, von dort teilt Alexander Gerst in «Wer wir waren» seine Sicht auf unsere Welt | © Filmcoopi
22. Juli 2021 | 05:00
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