Blutrotes Licht soll auf weltweite Christenverfolgung hinweisen | © pixabay.com CC0
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Blutrotes Licht soll auf weltweite Christenverfolgung hinweisen | © pixabay.com CC0

Umweltschützer wollen Kennzeichnung von Inhaltsstoffen in Kerzen

Berlin, 16.12.17 (kath.ch) Die Umweltorganisation WWF fordert eine verbindliche Kennzeichnung von Inhaltsstoffen in Kerzen. Bislang müsse nicht daraufstehen, welche Rohstoffe verwendet wurden. Diese Aussage macht WWF-Expertin Ilka Petersen auf der Webseite der Organisation.

Knapp 90’000 Tonnen der 1,4 Millionen Tonnen Palmöl, das jährlich nach Deutschland importiert wird, werden nach WWF-Angaben für Kerzen verwendet. Verbraucher hätten jedoch kaum eine Chance zu erfahren, ob dieses Palmöl aus nachhaltigem Anbau stammt.

Palmöl-Anbau gefährdet Lebensräume

Für den Palmöl-Anbau würden weltweit riesige Flächen im Regenwald gerodet, kritisierten die Umweltschützer. Dies gefährde die Lebensräume vieler Tierarten. Bei einer Befragung der führenden deutschen Kerzenproduzenten durch den WWF hätten acht von zehn Unternehmen sich nicht dazu äussern wollen, woher das von ihnen verwendete Palmöl stamme. Der Anteil mit nachhaltigem Palmöl sei verschwindend gering, bestätigte der europäische Kerzenverband ECA.

Kerzen aus dem fossilen Rohstoff Paraffin seien aus Sicht des Umweltschutzes keine gute Alternative, erklärte der WWF. Verbraucher, die bewusst nachhaltige Kerzen kaufen wollten, könnten etwa zu Produkten aus Bienenwachs greifen. Sie seien etwas teurer, aber beispielsweise auf Weihnachtsmärkten erhältlich, so Petersen. (kna)

Informationen der Umweltorganisation WWF zu Palmöl.

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