Ferment-Ausgaben 2016 | © Sylvia Stam
Schweiz
Ferment-Ausgaben 2016 | © Sylvia Stam

Traditionszeitschrift «Ferment» setzt auf Online-Präsenz

Gossau SG, 22.9.16 (kath.ch) Die Zeitschrift «Ferment» der Ordensgemeinschaft der Pallottiner richtet sich neu aus. Statt des bisherigen Abo-Magazins, das sechsmal jährlich erschien, will «Ferment» ab 2017 stärker online und auf Social Media präsent sein. Eine schlankere Printversion soll noch zweimal jährlich erscheinen, wie der neue Redaktor Christoph Klein gegenüber kath.ch sagte.

«Ferment» erscheint derzeit im 57. Jahr. Seine Form habe das Magazin in diesen Jahren weitgehend beibehalten, sagt Adrian Willi, Leiter der Pallottiner-Gemeinschaft in der Schweiz, im Interview in der aktuellen Ausgabe (3/2016). «Printmedien, die von Abo-Einnahmen leben, haben es heute schwer», so Willi. Daher suchen die Pallottiner, welche «Ferment» herausgeben, nun nach einem «Mix aus Print- und Onlinemedium.»

Keine News, keine Kirchenpolitik

Was das konkret bedeutet, erläutert der neue «Ferment»-Redaktor Christoph Klein gegenüber kath.ch: Eine neue Website wird am 22. September aufgeschaltet. «Wir planen einen wöchentlichen Blog- Beitrag und etwa zweimal monatlich einen Videobeitrag», sagt der Videojournalist Klein. Inhaltlich soll es dabei um «Spiritualität im weitesten Sinn» gehen, um «Heilige Orte, heilige Zeiten, heilige Menschen und heilige Worte», was auch den Blick in andere Religionen beinhalte. Klein betont, dass News oder Kirchenpolitik kein Thema seien.

Die neue Website soll ausserdem die Verbindung zwischen «Ferment» und den Pallottinern stärker sichtbar machen. So sei etwa der erste Videobeitrag zu Niklaus von Flüe geplant, da der neue Bruder Klausen-Kaplan ein Pallottiner sei. Der ehemalige Generalvikar des Bistums St. Gallen, Josef Rosenast, tritt dieses Amt per 1. November an.

Auf Social Media Kirchenferne erreichen

Bei den Blogbeiträgen soll es um eine «Spiritualität der Glaubensweitergabe gehen, die nicht nur von Profi-Christen, sondern von allen» stamme. Bisher hätten allerdings nur Theologinnen und Theologen, darunter Klein selber, als Blogger verpflichtet werden können.

Ferment will ausserdem auf Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter und Whatsapp präsent sein, um auch Kirchenferne zu erreichen.

Statt der bisherigen Abozeitschrift mit einer Auflage von rund 4500 soll ein schlankeres Printprodukt unter dem Namen «Ferment mitten drin» zweimal jährlich in einer Auflage von rund 25’000 herauskommen. Bisherige Abonnenten sollen das Heft kostenlos erhalten, es werde aber auch beispielsweise Pfarrern zugestellt, die viele Exemplare in ihrer Kirche auflegen können, sagte Klein gegenüber ref.ch. (sys)

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