Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich | © Arnold Landtwing
Schweiz
Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich | © Arnold Landtwing

Synodalratspräsident Schnüriger: «Wir sind aktiv auf Simon Spengler zugegangen»

Zürich, 9.4.15 (kath.ch) Der Synodalrat habe bereits 2014 erfolglos nach einem führungsstarken Journalisten und Social-Media-Kenner gesucht. Als er Anfang 2015 von der Entlassung Simon Spenglers durch die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) erfuhr, kontaktierte er ihn. So beschreibt Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, im Interview mit kath.ch den Prozess, der zur Anstellung von Simon Spengler als Bereichsleiter des neu geschaffenen Ressorts «Kommunikation und Kultur» führte.

Regula Pfeifer

Weshalb braucht die katholische Kirche im Kanton Zürich neu einen Kommunikationsleiter?

Benno Schnüriger: Wir wollten erst die Social Media vermehrt bespielen. Das Bedürfnis zeigte sich bereits 2013 bei unserem 50-Jahr-Jubliäum und auch 2014 vor der Abstimmung über die Abschaffung der Kirchensteuern für Unternehmen. Anfänglich zogen wir Externe bei und schufen dann die neue Stelle auf der Kommunikation. Dabei wurde klar, dass es bei neu vier Mitarbeitenden einen Chef braucht, jemanden, der die Abteilung führt, Kommunikationsschwerpunkte setzt und beispielsweise entscheidet, welche Kanäle bespielt werden. Die neue Person sollte also auch die Leitungsfunktion übernehmen.

Sie haben den Journalisten und Theologen Simon Spengler für diese Aufgabe ausgewählt. Weshalb?

Schnüriger: Bereits 2014 schrieben wir die Stelle aus. Doch wir fanden nicht die Person, die wir suchten. Unsere zweite Stellenausschreibung fiel in die Phase, in der bekannt wurde, dass Simon Spengler die Bischofskonferenz verlässt. Wir gingen aktiv auf ihn zu und fragten, ob die Aufgabe etwas für ihn wäre. Wir suchten einen führungsstarken Journalisten und liessen das in einem Assessment abklären. Die Ergebnisse und alle unseren Kontakte zu Spengler waren positiv. Am Montag, 30. März, haben wir den Vertrag unterschrieben und ihn angestellt. Spengler hat ein gutes Netzwerk in den Medien und auf dem Platz Zürich.

Spengler wurde von der Bischofskonferenz entlassen. Könnte das nicht Ihre Beziehung zur SBK trüben?

Schnüriger: Ich glaube nicht, dass Spenglers Einstellung diese Beziehung trübt. Laut SBK-Communiqué ging es bei der Entlassung um eine Umstrukturierung, nicht um die Person Spenglers.

Befürchten Sie durch Ihren Personalentscheid auch nicht eine Verschlechterung der Beziehungen zum Ordinariat in Chur?

Schnüriger: Nein, der Entscheid ändert nichts an diesem Verhältnis. Das Ordinariat in Chur macht seine eigene Kommunikationspolitik, wir eine andere. (rp)

Link zu Artikel zum Thema: Simon Spengler: Nach Entlassung durch Bischofskonferenz bei Zürcher Katholiken willkommen

 

 

 

 

 

 

 

 

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum