Körbe mit Kerzen, vor deren Segnung | © 2015 KNA
Schweiz
Körbe mit Kerzen, vor deren Segnung | © 2015 KNA

Stichwort: Mariä Lichtmess

Zürich, 2.2.17 (kath.ch) Am 2. Februar feiert die katholische Kirche das Fest der «Darstellung des Herrn», im Volksmund auch Mariä Lichtmess genannt. Traditionell damit verbunden sind Kerzenweihen und Lichterprozessionen.

40 Tage nach Weihnachten endete damit bis zur Liturgiereform von 1970 offiziell die Weihnachtszeit. Viele Familien und Gemeinden halten allerdings gerne am alten Brauch fest und bauen zum Beispiel erst dann die Krippe ab.

Das Fest knüpft an den Bericht des Lukas-Evangeliums an, nach dem Jesus, wie alle jüdischen Erstgeborenen, 40 Tage nach seiner Geburt von seinen Eltern zum Tempel gebracht und durch ein Opfer dem Herrn «dargestellt» wurde. Zudem brachte Maria an diesem Tag ein Reinigungsopfer dar, wie es das jüdische Gesetz vorschrieb. Die Bibel berichtet in diesem Zusammenhang auch von der Begegnung mit dem greisen Simeon, der Jesus als «Licht zur Erleuchtung der Heiden» pries.

Begangen wurde das Fest «Darstellung des Herrn» seit Anfang des fünften Jahrhunderts in Jerusalem; in Rom wurde es um 650 eingeführt. Aus einem Fest zu Ehren Christi entwickelte sich mit der Zeit ein Marienfest; mittlerweile steht wieder Christus im Mittelpunkt des Tages.

Anfang Februar werden auch die Tage wieder deutlich länger hell: Einem alten Kalenderspruch zufolge ist der helle Tag, der zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf seinem Tiefpunkt stand, an Neujahr um einen «Hahnentritt», am Dreikönigstag immerhin schon um einen «Hirschensprung» länger geworden. Am 2. Februar ist dann bereits eine volle Stunde Helligkeit gewonnen. Bis zum 21. März weist die Lichtkurve dann besonders steil nach oben. (kna)

 

 

News ›
Medienspiegel ›
Katholisches Medienzentrum