Statue der Mutter Gottes in Lourdes | ©  kath.ch
Schweiz
Statue der Mutter Gottes in Lourdes | © kath.ch

Stichwort: Maria Empfängnis

Zürich, 8.12.16 (kath.ch) Am 8. Dezember feiert die römisch-katholische Kirche das «Hochfest der ohne Erbschuld empfangenen Gottesmutter Maria», kurz «Maria Empfängnis». Es geht um den Tag, an welchem Maria im Leib ihrer Mutter Anna empfangen wurde.

«Ohne Erbschuld empfangen» bedeutet, dass Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an ohne Erbsünde war. Der Begriff «Erbsünde» geht auf die biblische Erzählung vom Sündenfall Adams zurück. Der Begriff versucht, die Erfahrung des Menschen zu fassen, dass er sowohl gemeinschaftlich als auch individuell immer wieder in Schuld verstrickt ist und sich selbst verstrickt. Maria, die Mutter Jesu, war von Anfang an durch die Gnade Gottes aus dieser Verstrickung befreit.

Am 8. Dezember 1854 hat Papst Pius IX. die Lehre von der unbefleckten Empfängnis Marias, die liturgisch bereits seit dem 7. Jahrhundert gefeiert wurde, als Glaubenssatz (Dogma) definiert. Das Fest trug früher auch den Namen «Unbefleckte Empfängnis», was zur falschen Annahme führte, Maria sei ohne Zutun eines Mannes empfangen worden.

Der 8. Dezember ist in den Zentralschweizer Kantonen, in Appenzell Innerrhoden, Freiburg, Wallis und Tessin ein gesetzlich anerkannter Feiertag. (Quellen: kathweb/Liturgisches Institut)

 

 

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