Fronleichnam in Luzern | © Sylvia Stam
Schweiz
Fronleichnam in Luzern | © Sylvia Stam

Stichwort: Fronleichnam

Zürich, 15.6.27 (kath.ch) Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche das Fest Fronleichnam. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie «Fest des Leibes und Blutes Christi». Er leitet sich ab aus dem Althochdeutschen. Dabei steht «vron» für «Herr» und «licham» für «Leib».

Mit dem Fest erinnern die Katholiken an die Gegenwart Jesu im Sakrament der Eucharistie. In Prozessionen tragen Geistliche Monstranzen mit der als Leib Christi verehrten Hostie durch die Strassen.

Das Fest geht zurück auf eine Vision der Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahr 1209; sie wurde später heiliggesprochen. Mit einer Prozession wurde Fronleichnam erstmals in den 1270er Jahren in Köln begangen. In der Reformation entwickelte sich das Fest zu einem konfessionsscheidenden Merkmal. Luther bezeichnete es 1527 als «allerschädlichstes Jahresfest», dem die biblische Grundlegung fehle.

Der Gegensatz hat sich inzwischen abgeschwächt. Die heutige Sinngebung des Festes geht vom Bild des wandernden Gottesvolkes aus, dessen Mitte Christus ist, das «Brot des Lebens».

Fronleichnam ist gesetzlicher Feiertag in den überwiegend katholisch bevölkerten Kantonen Appenzell Innerrhoden, Jura, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Tessin, Uri, Wallis und Zug sowie in bestimmten Gemeinden der Kantone Aargau, Freiburg, Graubünden, Neuenburg und Solothurn. (kna/sys)

 

 

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