Staatsbegräbnis für Lepra-Ärztin Ruth Pfau

Karachi, 13.8.17 (kath.ch) Die gestorbene Lepra-Ärztin Ruth Pfau erhält in Pakistan ein Staatsbegräbnis. Die Beisetzung findet am Samstag auf dem christlichen Friedhof der Hafenstadt Karachi statt, wie pakistanische Medien am Wochenende berichteten. Zuvor werde die Totenmesse in der St.-Patrick’s-Kathedrale gefeiert. Die international als «Mutter der Leprakranken» bekannte katholische Ordensfrau war am Donnerstag mit 87 Jahren in Karachi gestorben.

Die Abgeordnete Hina Pervaiz Butt brachte laut der pakistanischen Zeitung «Tribune» zudem eine Resolution ins Regionalparlament ein, um eine Universität, eine Straße oder ein öffentliches Gebäude nach Pfau zu benennen. Zur Begründung erklärte sie, die Ordensfrau sei «die Mutter Teresa Pakistans» gewesen und habe mehr als ein halbes Jahrhundert der pakistanischen Nation und ihren Menschen gedient.

Pfau hatte es in den vergangenen 55 Jahren geschafft, die Zahl der Lepra-Erkrankungen in der Islamischen Republik Pakistan drastisch zu verringern. Seit 1960 lebte sie in der 13-Millionen-Metropole Karachi, wo sie als Ärztin in den Elendsquartieren arbeitete. 1979 wurde sie zur Ehrenbürgerin und zur nationalen Beraterin für Leprafragen im Rang einer Staatssekretärin ernannt. (kna)

Deutsche Lepra-Ärztin in Pakistan gestorben

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