Pilger in Medjugorje | © kna
Vatikan
Pilger in Medjugorje | © kna

Sondergesandter für Medjugorje will Papst Ende Juni berichten

Rom, 19.5.17 (kath.ch) Der Sondergesandte des Papstes für Medjugorje, Erzbischof Henryk Hoser, will Papst Franziskus seinen Bericht laut eigener Aussage bis Ende Juni vorlegen. Er schreibe gerade die Schlussbetrachtung, sagte er der italienischen Tageszeitung «Avvenire» (Freitag). Es sei zudem wahrscheinlich, dass er den Papst zur Übergabe persönlich treffe, so der polnische Geistliche.

Zur skeptischen Äusserung des Papstes gegenüber neuen Marienvisionen im bosnischen Medjugorje sagte der Erzbischof: «Der Pontifex hat seine persönliche Meinung geäussert, zu dem, was wir die zweite Phase der Erscheinungen nennen können.» Papst Franziskus hatte beim Rückflug vom portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima am Samstag gesagt, ein Kommissionsbericht unter Leitung des italienischen Kardinals Camillo Ruini äussere Zweifel über «angebliche aktuelle Erscheinungen». Die «Ruini-Kommission» unterscheide aber zwischen den aktuellen Visionsberichten und den ersten Erscheinungen Anfang der 80er Jahre.

Chefin des Telegrafenamtes

Mit Blick auf die Vorgänge in Medjugorje wiederholte Franziskus dabei auch sein ironisches Bild von der Muttergottes als «Chefin eines Telegrafenamtes, die täglich eine Nachricht schickt». Solche «angeblichen Erscheinungen» hätten «keinen grossen Wert». Dies sei freilich «seine persönliche Meinung». (cic)


Vatikan-Kommission für Echtheit der Erscheinungen in Medjugorje

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