Schweizer Preis für Kapuziner in Kenia

Luzern, 20.5.10 (Kipa) Die Kapuziner in Kenia erhielten den Jurt-Preis für ihre Friedensarbeit am Samstag, 19. Juni, in Luzern. Während den blutigen Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen von 2007 gründeten sie Damietta-Friedensinitiative, um Beiträge zur Versöhnung zu leisten. Weil der damalige Leiter der kenianischen Kapuziner, Isidor Peterhans, ein Schweizer war, beschloss die im Kanton Schwyz entstandene Jurt-Stiftung, ihren diesjährigen, mit 25.000 Franken dotierten Preis diesem franziskanischen Friedenswerk zu geben.

An der Feier im Kloster Wesemlin, Luzern, erinnerte Ephrem Bucher als Provinzial der Schweizer Kapuziner daran, dass die Friedensarbeit seit Franz von Assisi zum Kern seines Ordens zählt. In seiner Predigt hielt George Muthaka, der Vizeprovinzial der Kapuziner Kenias, ein flammendes Plädoyer gegen die Gewalt im privaten und gesellschaftlichen Bereich. Der Dialog, dem sich die Damietta-Initiative verpflichtet wisse, sei der einzige Weg zum Frieden und zur dauerhaften Versöhnung.

Die 2001 gegründete Alois und Jeanne Jurt-Stiftung hat als Zweck die «Förderung der öffentlichen Wohlfahrt durch Zuwendungen an Personen und Institutionen, die der römisch-katholischen Kirche nahe stehen und sich in besonderer Weise für die Förderung der religiösen und kulturellen Bildung der Jugend und des Volkes verdient machen». Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören die Baldegger Schwestern, die 2008 für ihre Arbeit in Papua Neu-Guinea ausgezeichnet wurden.

(kipa/wlu/gs)

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