Katholische Kirche Schweiz, Politik und Gesellschaft

Priesterausbilder sollen sich auf neue Kulturformen einstellen

Priesterseminar St. Beat in Luzern | © Sylvia Stam 2017

Rom, 8.3.18 (kath.ch) Papst Franziskus hat die Priesterausbilder des deutschen Sprachraums zu einer “neuen Evangelisierung” des Kontinents Europa ermutigt. Zugleich entstünden neue und unterschiedliche Kulturformen, sagte der Papst. Dabei gelte es Gewohntes abzulegen und sich auf Fremdes einzulassen, so Franziskus bei einer Begegnung mit den Leitern der Priesterseminare am Donnerstag im Vatikan.

Vor dem Hintergrund einer immer geringeren Zahl von Interessenten am Priesterberuf mahnte der Papst die Regenten selbst, ihre Berufung erkennbar zu leben. Es gehe um die Zuwendung zum konkreten Menschen, “der bedürftig ist, der die Nähe der Menschen und die Nähe Gottes braucht”. Dafür seien auch die jungen Männer zu sensibilisieren, die sich auf den Priesterberuf vorbereiteten. Eine Berufung erfolge dabei immer “in eine grössere Gemeinschaft” hinein, betonte Franziskus.

Zusammenlegung bisheriger Seminare

Angeführt wurde die Delegation mit 45 Teilnehmern vom Vorsitzenden der Deutschen Regentenkonferenz Hartmut Niehues, Regens des Priesterseminars im Bistum Münster. Niehues hatte sich in der Vergangenheit für “arbeitsfähige Gruppengrössen” in der Priesterausbildung ausgesprochen und dafür eine Zusammenlegung bislang selbstständiger Seminare oder auch eine gemeinsame Ausbildung mit anderen pastoralen Berufsgruppen ins Gespräch gebracht. Das System, wie es bisher bestehe, sei “am Ende”.

Die Zusammenarbeit verschiedener Priesterseminare ist auch in der Schweiz Thema: Im März 2016 teilte das Bistum Basel mit, es wolle seine Zusammenarbeit mit dem Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg im Breisgau verstärken. Dies stiess bei Dozenten der Theologischen Fakultät Luzern auf Unverständnis. (cic)


Das Seminar St. Beat will auf die Bedürfnisse der Zeit antworten