Ausland

Pilgerweg «Via Francigena» nach Rom will Weltkulturerbe werden

Rom, 23.8.19 (kath.ch) Der alte Pilgerweg der Franken, die Via Francigena, bewirbt sich als Weltkulturerbe der Unesco. Der Weg führt von Canterbury über Reims und Lausanne nach Rom.

Eine italienische Studie dazu soll nach Aussage von Luca Bruschi, Präsident der European Association of the Vie Francigene (EAVF), im Herbst mit den drei anderen Ländern am Frankenweg besprochen werden. Nach den Kosultationen mit Grossbritannien, Frankreich und der Schweiz wolle man sich mit dem Projekt bei der Unesco bewerben, sagte Bruschi im Interview mit Vatican News (Donnerstag).

Rom hat Bewerbungsdossier genehmigt

Die Via Francigena ist ein System alter Pilger- und Handelsstrassen, das vom englischen Canterbury über Reims und Lausanne nach Rom führt. Nachdem sich die beteiligten sieben italienischen Regionen von Val d’Aosta bis Latium bei dem Projekt geeinigt hätten, habe auch das Kulturministerium in Rom das Bewerbungsdossier genehmigt, so Bruschi.

Route seit dem 9. Jahrhundert bekannt

Wie zuvor der Jakobsweg nach Santiago de Compostela und andere alte Pilgerwege erlebt auch der Frankenweg seit einigen Jahren eine Renaissance und wird von Fuss- wie Radpilgern und Touristen genutzt. Die Route und ihre verschiedenen Verläufe sind seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Im Jahr 990 schrieb Erzbischof Sigerich von Canterbury einen ausführlichen Reisebericht. Für jene Pilger, die nach Rom noch ins Heilige Land wollten, setzt sich der Frankenweg bis nach Apulien zu dortigen Hafenstädten fort. (cic)

Hinweis: Die Redaktion von cath.ch in Lausanne ist im Sommer 2018 mehrere Schweizer Etappen der Via Francigena gelaufen:

 

 

Von Sainte-Croix bis zum Grossen Sankt Bernhard führt die Via Francigena durch die Schweiz. | © Grégory Roth
23. August 2019 | 14:23
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