Bischof Jean-Marie Lovey (Mitte) an der Abschlussmesse der Synode Oktober 2015 | © 2015 Andrea Krogmann
Schweiz
Bischof Jean-Marie Lovey (Mitte) an der Abschlussmesse der Synode Oktober 2015 | © 2015 Andrea Krogmann

Pfarrei-Initiative Schweiz: Synode hilft bei Überwindung der «Resignation»

Zürich, 2.11.15 (kath.ch) Die Pfarrei-Initiative Schweiz hat den Prozess der Familiensynode gewürdigt. Das Abschlussdokument der Bischofssynode, die am 25. Oktober zu Ende ging, leiste einen wichtigen Beitrag, um die «weit verbreitete Resignation zu überwinden», teilte die katholische Reformbewegung am Sonntagabend, 1. November, mit.

Die Pfarrei-Initiative schätzt es, dass die Synode keine neuen Vorschriften erliess, sondern einen Abschlussbericht mit Empfehlungen an Papst Franziskus verabschiedete, den sie zudem mit allen Abstimmungsergebnissen offen legte. Damit leisteten dieses Dokument und der gesamte synodale Prozess einen wichtigen Beitrag, «um die weit verbreitete Resignation bei den Menschen und auch bei vielen Seelsorgern zu überwinden», heisst es in der Mitteilung.

Erste «zaghafte Schritte» zeigten, dass sich doch etwas bewegen lasse. «Für die Pfarrei-Initiative ist diese Bischofssynode ein hoffnungsvoller Anfang eines langen Weges, die verschiedenen Formen des Ausschlusses auf den verschiedenen Ebenen zu überwinden.»

Anliegen der Dezentralisierung gefällt

Die Reformbewegung zeigt sich auch befriedigt darüber, dass Papst Franziskus und die Synodenväter eine «längst fällige» Dezentralisierung der Kirche forderten, welche die Unterschiede in den regionalen Kulturen der Ortskirchen berücksichtige. «Früher wurden gerade auch bei uns in der Schweiz viele Anregungen blockiert mit dem Hinweis auf die Befindlichkeit der Weltkirche.»

Die Pfarrei-Initiative Schweiz, heute ein Verein, wurde im September 2012 lanciert. Die Initiative, die von zahlreichen Seelsorgern unterzeichnet wurde, benannte damals einige Elemente in der Seelsorge, welche zu einem «ungehorsamen» Handeln von Seelsorgenden führen. Dazu gehören das Austeilen der Kommunion an Christen anderer Konfessionen oder auch an wiederverheiratete Geschiedene oder das Predigen im Gottesdienst durch theologisch ausgebildete Frauen und Männer. (bal)

 

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