Taoistischer Tempel | © pixabay falco CC0
Vatikan
Taoistischer Tempel | © pixabay falco CC0

Papst würdigt interreligiösen Dialog mit Taoismus

Rom, 14.3.18 (kath.ch) Papst Franziskus hat am Mittwoch die Delegation eines taoistischen Tempels aus Taiwan empfangen. Bei dem rund 15-minütigen Treffen würdigte der Papst den Dialog zwischen Vertretern des Taoismus und dem Päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog.

«Dieser Dialog behandelt nicht nur Ideen, sondern ist ein Dialog von Mensch zu Mensch, der allen hilft, menschlich zu wachsen auf unserem Weg der Suche nach dem Absoluten, nach Gott», so der Papst laut einer Mitteilung des Vatikan an die Delegation des Baoan-Tempel in Taipeh.

Im Herbst 2016 hatten katholische Kirche und Taoisten eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sich beide Seiten zu einem gemeinsamen Engagement gegen «Säkularisierung, Umweltzerstörung und Gleichgültigkeit» bekennen.

Andere Tradition respektieren

Das Dokument war Ergebnis einer Konferenz in Taipeh. In dem Text drücken Katholiken und Taoisten «tiefsten Respekt vor der jeweils anderen Tradition» aus. Sie verurteilen «interkulturelle Spannungen und Fundamentalismus» und bekunden ihre Bereitschaft zum Dialog.

Der Taoismus wird als Religion oder Weltanschauung bezeichnet. Er entstand im vierten vorchristlichen Jahrhundert in China. Während Maos Kulturrevolution flohen viele Taoisten nach Taiwan; heute leben dort etwa acht Millionen. In China leben nach groben Schätzungen etwa 60 Millionen Anhänger dieser Religion. (cic)

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