Hand in Hand | © Pixabay
Vatikan
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Papst wirbt für Kultur der Freigebigkeit im Gesundheitswesen

Rom, 8.1.19 (kath.ch) Papst Franziskus hat im Bereich des Gesundheitswesens für eine «Kultur der Unentgeltlichkeit» geworben. Gesundheit hänge von den zwischenmenschlichen Beziehungen ab und brauche Vertrauen, Freundschaft und Solidarität, schrieb er in einer am Dienstag veröffentlichten Botschaft zum katholischen «Welttag der Kranken».

Der Papst warnte vor Profitdenken in Medizin und Pflege sowie vor biotechnologischen Manipulationen am «Baum des Lebens». Für Christen seien Gesten einer umsonst geschenkten Liebe an Kranke «der glaubhafteste Weg der Evangelisierung», so Franziskus. Jeder Mensch sei auf die Hilfe anderer angewiesen. Die Einsicht in die eigene Bedürftigkeit helfe, «demütig zu bleiben und mutig Solidarität als eine unentbehrliche Tugend des Lebens zu praktizieren», schrieb der Papst.

Lob für Freiwilligenarbeit

Franziskus lobte den Dienst von Freiwilligen in Krankenhäusern und in der häuslichen Pflege sowie die Arbeit auf dem Feld der Krankentransporte, der Nothilfe, der Blut- und Organspenden, aber auch den Einsatz für die Rechte von Kranken. Dieses Engagement sei ein «Zeichen der Gegenwart der Kirche in dieser säkularisierten Welt».

Franziskus verlangte, katholische Einrichtungen müssten gegenüber einer «Logik des Profits um jeden Preis» sowie Ausbeutung für Unentgeltlichkeit und Solidarität stehen. Nur so lasse sich eine «Wegwerfkultur» überwinden. «Die katholischen Pflegeeinrichtungen dürfen nicht in betriebswirtschaftliches Denken verfallen, sondern müssen die Sorge um den Menschen höher stellen als den Verdienst», schrieb der Papst.

Veranstaltung in Indien

Der jeweils am 11. Februar begangene Welttag steht in diesem Jahr unter dem biblischen Motto «Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben». Die zentrale Veranstaltung findet im indischen Kalkutta statt.

An Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997) erinnerte Franziskus als eine Frau, die «den Armen und Kranken die Liebe Gottes sichtbar gemacht» habe. Zugleich habe sie ihre Stimme vor den Mächtigen der Welt erhoben, damit sie angesichts der von ihnen selbst geschaffenen Armut ihre Schuld erkennen sollten.

Die Mission Mutter Teresas in den Randzonen der Städte und des Lebens bleibe «ein beredtes Zeugnis für die Nähe Gottes zu den Ärmsten der Armen», so der Papst. (cic)


Mutter Teresa, die Heilige mit dem zerfurchten Gesicht

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