Papst Franziskus  | © pixabay.com CC0
Vatikan
Papst Franziskus | © pixabay.com CC0

Papst ruft an Neujahr zu Stille und Vertrauen auf

Rom, 1.1.18 (kath.ch) Papst Franziskus hat zum neuen Jahr zu Stille und Vertrauen aufgerufen. Wer sich jeden Tag einen Moment Zeit nehme, um mit Gott zu schweigen, bewahre seine Freiheit vor den «zersetzenden Banalitäten des Konsums», der Betäubung durch Werbung und vor Geschwätz, sagte der Papst beim Neujahrsgottesdienst im Petersdom. Zugleich ermutigte er, «Hoffnungen und Ängste, Licht und Schatten» ins Gebet zu bringen. Gott trete ins Leben, wenn man sich nicht der Angst und der Trübsal oder dem Aberglauben überlasse.

Gott sei Mensch geworden, «um nicht nur mit uns, sondern auch wie wir zu sein», sagte der Papst. «Dies ist das Wunder, die Neuheit: Der Mensch ist nicht mehr allein; er ist nie mehr Waise, er ist für immer Sohn oder Tochter.» Jeder dürfe sich «in dem schwachen Gott, dem Kind im Arm der Mutter, selbst wiedererkennen und sehen, dass die Menschheit dem Herrn lieb und heilig ist.»

Dem menschlichen Leben dienen

Dem menschlichen Leben zu dienen bedeute deshalb Gott zu dienen, sagte Franziskus. «Jedes Leben, vom Mutterleib an bis ins hohe Alter, auch das leidende und kranke Leben, wie unbequem oder gar widerwärtig es auch sein mag, ist anzunehmen, zu lieben und zu unterstützen.»

Vor der Weihnachtskrippe könne jeder Mensch entdecken, dass er geliebt sei, so der Papst. «Im schweigenden Betrachten lassen wir zu, dass Jesus zu unserem Herzen spricht: dass seine Kleinheit unseren Hochmut überwindet, dass seine Armut unser Schwelgen stört, dass seine Zärtlichkeit unser verhärtetes Herz anrührt.»

«Neu von der Mitte her aufbrechen»

Der Jahresbeginn fordere dazu auf, «neu von der Mitte her aufzubrechen, die Last der Vergangenheit abzulegen und wieder mit dem zu beginnen, was zählt», sagte Franziskus. Dabei verwies er auf die Muttergottes als Vorbild. Maria sei «genau so, wie Gott uns will, wie er seine Kirche will: sie ist eine zärtliche Mutter, demütig, arm an materiellen Dingen, aber reich an Liebe». (cic)

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