Papst Franziskus umarmt einen Jugendlichen  | © KNA.
Vatikan
Papst Franziskus umarmt einen Jugendlichen | © KNA.

Papst kritisiert «vaterlose Gesellschaft» und fängt im Zirkus Tennisbälle auf

Rom, 28.1.2015 (kath.ch) Papst Franziskus hat bei der Generalaudienz am Mittwoch in der vatikanischen Audienzhalle die Rolle des Vaters in Gesellschaft und Familie thematisiert und bei einer Präsentation von Zirkusartisten durch Fangsicherheit gepunktet. In seiner Ansprache warnte er vor einer «vaterlosen Gesellschaft» in den westlichen Ländern.

Viele Väter nähmen ihre Erziehungsverantwortung nicht wahr, sage Franziskus. Sie machten ihre Kinder faktisch zu Waisen. Damit fehlten sie den Heranwachsenden als Vorbilder und Vermittler von Werten und Zielen. Die Abwesenheit einer Vaterfigur könne im Leben von Kindern und Jugendlichen schwere «Lücken und Verletzungen» verursachen, so der Papst. Dies sei auch eine Ursache für Verhaltensauffälligkeiten.

Zwar hätten Väter früher auch übertriebene Autorität ausgeübt. «Aber wie so oft sind wir von einem Extrem ins andere verfallen», meinte Franziskus. Oft seien Väter zwar anwesend, aber ohne ihrer erzieherischen Aufgabe nachzukommen. Sie zögen sich in ihr Berufsleben zurück oder seien unfähig, mit ihrer Verantwortung richtig umzugehen. Auch versuchten manche, ihre Kinder als gleichwertige Partner auf Augenhöhe zu behandeln.

Papst fängt mühelos Bälle von Jongleur

Bei einer Vorführung von Artisten am Ende seiner Generalaudienz zeigte Franziskus, dass er das das Spiel mit mehreren Bällen beherrscht. Ein Jongleur warf dem Papst aus einigen Metern Entfernung drei grüne, tennisballgroße Kugeln zu, die Franziskus lachend und mühelos fing. Die Artisten des Zirkus Medrano hatten zuvor in der Audienzhalle, begleitet von einer Musikkapelle, ein kurzes Programm gezeigt.

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