Die fünftgrösste Moschee der Welt steht in Casablanca | © Georges Scherrer
Vatikan
Die fünftgrösste Moschee der Welt steht in Casablanca | © Georges Scherrer

Papst Franziskus reist nach Marokko

Rom, 13.11.18 (kath.ch) Papst Franziskus wird am 30. und 31. März Marokko besuchen. Das gab der Vatikan am Dienstag bekannt. Die Reise erfolgt demnach auf Einladung von König Mohammed VI. und führt in die Städte Rabat und Casablanca.

Das weitere Reiseprogramm werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, so der Pressesprecher des Vatikan, Greg Burke.

In Casablanca dürfte der Papst die Hassan-II.-Moschee besuchen. Sie ist die fünftgrösste Moschee der Welt und bietet Platz für 25.000 Personen.

Höchstes religiöses Bauwerk

Das Minarett der 1993 fertiggestellten Moschee ist mit 210 Metern Höhe das höchste Minarett und das höchste religiöse Bauwerk. Die Moschee liegt zwischen der Altstadt und dem Ufer zum Atlantik.

Zum Vergleich: Der Kuppel des Petersdoms im Vatikan erreicht eine Höhe von 133 Metern.

Interkultureller Austausch

Marokkanische Medien hatten im vergangenen Mai von einer bevorstehenden Papstreise in das nordafrikanische Land berichtet. Dabei hiess es, das Königreich habe bereits mit Besuchsvorbereitungen begonnen.

In dem Zusammenhang wurde auf einen Brief Mohammeds VI. an Franziskus verwiesen, in dem der Monarch seinen Wunsch nach einem gemeinsamen Einsatz für interkulturellen Austausch bekundet.

Die geplante Visite ist der erste Papstbesuch seit 34 Jahren. Johannes Paul II. (1978-2005) hatte im August 1985 auf dem Rückweg einer mehrtägigen Reise durch verschiedene afrikanische Staaten König Hassan II. (1961-1999) besucht und sich für engere Beziehungen zwischen Christen und Muslimen ausgesprochen.

Globaler Migrationspack?

Im Vorfeld der jetzigen Reiseankündigung gab es auch Spekulationen, Franziskus könne zur Unterzeichnung des Globalen Migrationspakts im Dezember nach Marokko fahren.

Der Vatikan hatte sich über seine Behörde für Entwicklungsfragen bei der Abfassung des Uno-Dokuments stark engagiert. Franziskus machte bei der Einrichtung der Entwicklungsbehörde Anfang 2017 das Ressort für Flüchtlings- und Migrationsfragen zur Chefsache. (cic/gs)

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