Ökumenischer Jury-Preis in Cannes für Moretti-Drama «Mia Madre»

Cannes, 23.5.15 (kath.ch) Das Drama «Mia Madra» des italienischen Regisseurs Nanni Moretti ist am Samstag, 23. Mai, beim 68. Filmfestival in Cannes mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet worden. Der von humoristischen Szenen und Selbstreflexionen durchsetzte Film handelt von einer Regisseurin (Margherita Buy), deren betagte Mutter im Sterben liegt, während sie in aufreibende Dreharbeiten verstrickt ist und mit privaten Problemen kämpft.

Die Ökumenische Jury hob in ihrer Preisbegründung die tiefe Menschlichkeit des Films hervor, aber auch sein offenes Nachdenken über das Filmgeschäft und die Relativität menschlicher Wahrnehmung. Überdies sprachen die Juroren zwei «lobende Erwähnungen» für die Filme «La Loi de Marche» von Stephane Brize und «Taklub» von Brillante Mendoza aus.

Seit 1974 zeichnet die von den kirchlichen Filmorganisationen Signis und Interfilm getragene Ökumenische Jury einen Film aus dem Programm des Cannes-Festivals aus, der sich in besonderer Weise den spirituellen Dimensionen menschlicher Existenz widmet. Zu den bisherigen Preisträgern zählten unter anderen die Regisseure Thomas Vinterberg, Michael Haneke und Paolo Sorrentino. (kna)

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