Ausland

Neuer Kardinal ändern wegen Klimaprotesten seinen Alltag

Jean-Claude Hollerich (61), Erzbischof von Luxemburg und neuer Kardinal, hat von der «Fridays for future»-Bewegung seinen Alltag ummodeln lassen. «Ich spüre, dass ich viele kleine Dinge ändern muss», sagte Hollerich am Freitag vor Journalisten im Vatikan.

So verzichte er auf Plastikflaschen, habe seine Kaffeemaschine gewechselt und esse nur zweimal die Woche Fleisch – «weil ich einfach die jungen Leute gern habe». Man müsse «den Schrei der jungen Generation hören», sagte Hollerich.

Im Zusammenhang mit der Umweltthematik verwies er auch auf die Bedeutung des Amazonasgebiets. Diese Region sei «wichtig für das Leben aller Menschen»; das Leben der Menschen in Europa und in Südamerika hänge zusammen. Daher sehe er auch notwendige persönliche Konsequenzen.

Hollerich, Vorsitzender der EU-Bischofskommission Comece, nimmt auf persönlichen Wunsch des Papstes an der am Sonntag beginnenden Amazonas-Synode teil. Zuvor wird er am Samstag mit zwölf weiteren Männern von Franziskus ins Kardinalskollegium aufgenommen. (kna)

Klimaplakat in der Berner Reitschule | © Georges Scherrer
5. Oktober 2019 | 12:16
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