Schweiz

Namensänderung ist in der CVP kein Thema

Biel-Benken BL, 11.7.16 (kath.ch) Heisst die CVP bald «Centrums-Volkspartei»? Dies jedenfalls schlägt CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (BL) gemäss der «Schweiz am Sonntag» (10. Juli) vor. Nichts davon wissen will Parteipräsident Gerhard Pfister. Eine Namensänderung sei in der Partei überhaupt kein Thema, sagt auch Kommunikationschef Thomas Jauch auf Anfrage.

Die Zeitung stellt in einem Rechts-Links-Ranking der neuen Legislatur auffallende Übereinstimmungen zwischen der CVP und der BDP fest. Dies sei für Elisabeth Schneider-Schneiter Anlass, eine Namensänderung vorzuschlagen: «Vielleicht sollten wir prüfen, die CVP in Centrums-Volkspartei umzutaufen», zitiert die Zeitung die Nationalrätin. Der Protestantin sei es wichtig, die Partei vom katholisch-konservativen Element wegzubringen, damit sie in der Mitte allianzfähiger werde. Den Namen «CVP» dürfe die Partei keineswegs aufgeben, ebenso wenig die christlichen Werte, so Schneider. «Ich denke mittelfristig an eine Mitte-Allianz im Centrum des Volkes.»

Einzelmeinung Schneiders

CVP-Präsident Gerhard Pfister hält laut Zeitung nichts von einer solchen Namensänderung: «Ich werde als Präsident alles unternehmen, damit der Name nicht geändert wird», sagte er gegenüber der Zeitung.

Thomas Jauch, Kommunikationschef der CVP, bestätigt Pfisters Haltung: «Eine Namensänderung ist in der CVP absolut kein Thema.» Es handle sich im Artikel um eine Einzelmeinung von Schneider. Pfister sei in den letzten Monaten bei vielen Kantonalparteien zu Gast gewesen. «Dabei zeigte sich klar, dass eine Namensänderung nicht in Frage kommt.» Eine allfällige Namensänderung müsste gemäss den Parteistatuten von der Delegiertenversammlung beschlossen werden. Pfister bestätigte diese Aussagen auf Anfrage.

Schneider-Schneiter war für eine persönliche Stellungnahme nicht erreichbar. (sys)

CVP-Präsident Gerhard Pfister | © zVg
11. Juli 2016 | 15:55
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