Unterstützung für Ärzte bei heiklen Fragen zum Tod | © pixabay.com
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Unterstützung für Ärzte bei heiklen Fragen zum Tod | © pixabay.com

Mehr Anfragen in niederländischen Lebensende-Kliniken

Den Haag, 12.1.18 (kath.ch) Der Anteil der Sterbehilfeanfragen in sogenannten Lebensende-Kliniken in den Niederlanden ist 2017 um 38 Prozent gestiegen. Insgesamt hätten 2’500 Menschen im abgelaufenen Jahr in den auf aktive Sterbehilfe spezialisierten Kliniken darum angefragt, berichten niederländische Zeitungen am Freitag. 747 Menschen seien mit Hilfe der Ärzte und Krankenschwestern gestorben.

Ein Grossteil der Patienten hatte demnach körperliche Beschwerden verschiedener Ursachen. Jeweils ein Viertel hatten Krebs oder Krankheiten, die mit dem Altwerden zusammenhängen. Auffällig den Berichten zufolge, dass es besonders im traditionell katholischen Süden der Niederlande mehr Anfragen in den Lebensende-Kliniken gebe. «Anscheinend gibt es in dieser Region proportional mehr Ärzte, die aus prinzipiellen Gründen aktive Sterbehilfe ablehnen», so der Vorstandsvorsitzende der Lebensende-Kliniken, Steven Pleiter.

Normalerweise fragen Niederländer aktive Sterbehilfe bei ihrem Hausarzt an. Es gibt aber auch die Möglichkeit, bei einem Arzt einer Spezialklinik vorzusprechen. Das kann etwa der Fall sein, wenn der Hausarzt keine aktive Sterbehilfe ausführen will. – In den Niederlanden ist aktive Sterbehilfe bereits seit 2001 unter bestimmten Bedingungen legal. (kna)

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