Kopten-Papst Tawadros drängt auf gemeinsames Osterdatum

Wien, 6.5.15 (kath.ch) Das Osterfest könnte von den Christen aller Konfessionen gemeinsam jeweils am dritten April-Sonntag gefeiert werden. Diesen Vorschlag machte der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. bei einer «Begegnung mit der Jugend» im koptischen Kulturzentrum von Amsterdam. Tawadros II. besucht derzeit die Niederlande als Auftakt eines Pastoralbesuchs bei der koptischen Diaspora in Europa.

Die nächsten Stationen werden Frankreich und Österreich sein. In Amsterdam unterstrich Tawadros II., dass die Diskussion über die Vereinheitlichung des Osterdatums – und damit der liturgischen Feier der Auferstehung Christi – ein «historisches Problem» betreffe, das an und für sich keine Auswirkungen im Bereich von Glaube und Lehre habe. Daher sei es legitim, über Vorschläge zur Vereinheitlichung des Osterdatums nachzudenken.

Vor allem im islamisch geprägten Umfeld geben die unterschiedlichen Daten der Osterfeiern der verschiedenen Kirchen Anlass zu polemischen Auseinandersetzungen, mit denen die Glaubwürdigkeit des Christentums in Zweifel gezogen wird. (kap)

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