Zerstörtes Haus in Homs | © Kirche in Not
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Zerstörtes Haus in Homs | © Kirche in Not

Kirchen in Homs feiern Baubeginn von grossem Rückkehrerprojekt

Homs, 17.5.18 (kath.ch) Die Kirchen in der syrischen Stadt Homs haben kürzlich in einer ökumenischen Feier den Baubeginn von 97 Häusern für zurückgekehrte vertriebene Christen gefeiert.

Der Gottesdienst in der syrisch-orthodoxen Kathedrale wurde von Erzbischof Abdo Arbach (melkitische Kirche), Erzbischof Selwanos Boutros Al-Nemeh (syrisch-orthodoxe Kirche) und dem katholischen Pater Andrzej Halemba gemeinsam geleitet, wie es in einer Mitteilung von «Kirche in Not»-von Mittwoch heisst. «Kirche in Not» unterstützt das ökumenische Projekt mit 300’000 Euro.

Das Hilfswerk hat bereits den Wiederaufbau von 110 Häusern in Homs unterstützt. Diesmal handle es sich aber erstmals um ein ökumenisches Projekt, da die 97 Bewerberfamilien verschiedenen Konfessionen angehören – Maroniten, Melkiten, Griechisch-Orthodoxe und Syrisch-Orthodoxe. Das Wiederaufbaukomitee möchte damit ausdrücklich die Vielfältigkeit der christlichen Kirchen in Syrien widerspiegeln.

Architektin betont Zusammenhalt

Die Häuser, die instandgesetzt werden, sind von Ingenieuren auf die notwendigen Arbeiten hin untersucht worden. Architektin Hala Mashhour unterstrich die Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft.

Zerstörtes Haus in Homs | © Kirche in Not
Sie sei froh, zum Wohlergehen ihres Landes, insbesondere auch ihrer Stadt, beitragen zu könne: «Ich bin von diesem Projekt begeistert, da ich Homs quasi mit einem neuen Gesicht und seiner wiedergewonnenen Schönheit sehen möchte», so Mashhour.

Homs ist die drittgrösste Stadt Syriens. Diese strategisch wichtige Stadt war jahrelang Zentrum der Kämpfe zwischen der Regierung und Oppositionskräften. Der Krieg in Syrien ist noch nicht zu Ende, aber die Zustände besserten sich und das tägliche Leben in Homs normalisiere sich, meldet Kirche in Not. (kap)

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