Jukebox | © pixabay.com CCO
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Jukebox | © pixabay.com CCO

Kirche in Österreich wirbt mit Jukebox-Kinospot für Kirchenbeitrag

Wien, 11.1.19 (kath.ch) Die katholische Kirche in Österreich geht neue Wege bei der Information über den Kirchenbeitrag: Erstmals wird im ganzen Land ein Werbespot im Januar in rund 70 Kinos als Vorfilm beziehungsweise im Rahmen der Kinowerbung vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt.

«Jeder einzelne Beitrag trägt dazu bei, dass das soziale Netz nicht reisst», betont der Vorsitzende der Finanzkammern, der Leiter der Abteilung Kirchenbeitrag in der Diözese Eisenstadt, Ernst Huber. Ziel der Imagekampagne ist es, «das vielfältige Wirken der Kirche in unserer Gesellschaft» sichtbar zu machen, welches «durch die solidarischen finanziellen Beiträge ermöglicht und getragen» werde, wie es in einer Stellungnahme der Finanzkammern der Bistümer in Österreich heisst.

Solange die Musik spielt…

Die Leistungen, die die Kirche durch und auf Basis des Kirchenbeitrags für die Gesellschaft erbringt, werden in dem Spot in Form einer Jukebox symbolisiert: Die Musik spielt, so lange Münzen eingeworfen werden. Dies – so legt der Spot nahe – gelte auch für die Kirche: So lange der Kirchenbeitrag gezahlt wird, ist die Kirche in der Lage, soziale Leistungen für die Allgemeinheit zu erbringen. Im Film werden dazu angeführt: Die Bekämpfung von Armut und Not, Pflege und Fürsorge sowie die Aufrechterhaltung seelsorglicher Angebote etwa in Form von kirchlichen Trauungen.

Am Ende verweist der Spot auf die zeitgleich mit dem Spot neu gestaltete Website www.kirchenbeitrag.at. Diese enthält neben ausführlichen und detaillierten Informationen über die konkreten Leistungen der Kirche sowie Hinweisen zur Berechnung und steuerlichen Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags einen «Kirchenbeitragsstellen-Finder». Der ermöglicht es, über die Eingabe der jeweiligen Postleitzahl rasch die zuständige Kirchenbeitragsstelle sowie deren Kontaktdaten und Öffnungszeiten zu erfahren. Auch lässt sich auf der Website der Kinospot nochmals anschauen.

Kirchenbeitrag ist finanzielle Basis

Am Mittwoch hat die Bischofskonferenz im Zuge der jährlichen Offenlegung diverser statistischer Daten u.a. über das Kirchenbeitragsaufkommen in Österreich informiert. Demnach betrug das Aufkommen im Jahr 2017 rund 461 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anteil von 76 Prozent der kirchlichen Gesamteinnahmen. Aus diesen Mitteln werden unter anderem Personalkosten für die verschiedenen Angebote und Dienstleistungen der Kirche bezahlt.

Insgesamt verzeichneten die neun Diözesen in Österreich 2017 Gesamteinnahmen in der Höhe von etwas über 609 Millionen Euro. Dem stehen Aufwendungen von 602 Millionen Euro gegenüber.

In Österreich sind alle erwachsene und erwerbstätige Katholikinnen und Katholiken kirchenbeitragspflichtig. Der Beitrag beträgt 1,1 Prozent des Einkommens und kann zu einem Teil von den Steuern abgesetzt werden. (kap/ms)

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