Kapuzinerinnenkloster Stans | © kloster-st-klara-stans.ch
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Kapuzinerinnenkloster Stans | © kloster-st-klara-stans.ch

Kapuzinerinnen Stans: Seit 400 Jahren den Nöten anderer nahe

Stans NW, 20.3.15 (kath.ch) Vor 400 Jahren wurde das Kapuzinerinnenkloster St. Klara in Stans gegründet. Am Samstag, 21. März, feiert es dieses Jubiläum mit Festgottesdienst und Volksapéro, im Sommer wird zudem ein Theaterstück aus dem Leben ehemaliger und aktueller Schwestern erzählen. Geplant ist ausserdem ein Buch über das Kloster St. Klara.

Eigens zum Jubiläum wurde das Theaterstück «Gott ist ein Anderer» geschrieben, ein halb dokumentarisches Stück, das auf den Lebensläufen der 431 Schwestern basiert, die im St. Klara gelebt haben, sowie auf Interviews mit neun der zwölf Schwestern, die heute noch zur Klostergemeinschaft gehören.

Der Historische Verein des Kantons Nidwalden wird im Herbst ein Buch herausgeben, in dem nebst der Geschichte des Klosters unter anderem auch die Bildungstätigkeit der Schwestern, die Paramentenwerkstatt und die Musik im Kloster Thema sein werden.

Im Schuldienst aktiv

Am Anfang der Klostergründung stand der Wunsch der Geschwister Katharina und Maria Gut, ihr ererbtes Vermögen zur Gründung eines Frauenklosters in Stans verwenden zu dürfen. Die beiden wurden am 21. März 1615 vom päpstlichen Nuntius eingekleidet.

In der Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Frauengemeinschaft eine erste Blüte, als der Konvent über vierzig Schwestern zählte. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt durch die landwirtschaftliche Nutzung ihres Bodens und waren zudem in der Mädchenbildung tätig.

1850 betraute der Schulrat die Schwestern mit der Führung der neu gegründeten Mädchenschule, und 17 Jahre später konnte das Kloster gar ein eigenes Mädchen-Institut gründen. Bis 1988, insgesamt 120 Jahre, waren die Schwestern von St. Klara im Schuldienst aktiv.

Heute: Blog aus dem Kloster

Nebst dem Internat stellten die Schwestern Kirchenwäsche und Messgewänder her. Im 20. Jahrhundert, als bis zu 60 Schwestern zum Konvent gehörten, machte sich das Kloster mit der Paramentenkunstwerkstatt von Schwester Augustina Flüeler einen Namen.

Heute zählt die Gemeinschaft 12 Schwestern und eine Postulantin. Ähnlich wenig Schwestern waren es letztmals 1823. Das Kloster konzentriert sich heute auf seine wesentliche Bestimmung, es stellt sich «als betende Gemeinschaft den Nöten nah und fern», schreiben die Schwestern in ihrer Medienmitteilung zum Jubiläum. Ihre Seelsorge-Dienste bieten sie an der Pforte, am Telefon und im Internet an. Die 25-jährige Postulantin betreibt ausserdem einen Blog über das Leben im Kloster. (sys)

Aufführungsdaten des Theaterstücks und weitere Informationen: www.400jahre-st-klara.ch

Artikel zur bloggenden Postulantin Lea Heinzer finden Sie hier.

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