Katholische Kirche Maria Lourdes in Zürich-Seebach | © 2013 Barbara Ludwig
Schweiz
Katholische Kirche Maria Lourdes in Zürich-Seebach | © 2013 Barbara Ludwig

Kampagne für kirchliche Berufe: 14 Frauen und 6 Männer haben angebissen

Luzern/Zürich, 6.2.15 (kath.ch) Seit dem Herbst 2013 wirbt die katholische Kirche in der Deutschschweiz mit Plakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln und Werbespots in Kinos für kirchliche Berufe. Bislang haben 20 Personen aufgrund der Kampagne «Chance Kirchenberufe» Interesse gezeigt, teilte Projektleiter Thomas Leist am Donnerstag, 5. Februar, auf Anfrage gegenüber kath.ch mit. Ab April 2015 versucht die Kampagne, Maturanden anzusprechen.

Barbara Ludwig

Die 20 Personen, 14 Frauen und 6 Männer, sind im Schnitt 45 Jahre alt. Es sind Bank- und Versicherungsangestellte, Informatiker und Kaufleute, und damit «durchwegs Personen aus qualifizierten Berufen», so Leist. Es sind auch Menschen darunter, die sich nicht direkt für einen seelsorgerlichen Beruf interessieren, sondern für eine Arbeit im kirchlichen Kontext, etwa in der Administration. Drei Personen, zwei Frauen und ein Mann, haben bereits eine erste Entscheidung gefällt und an einer universitären Informationsveranstaltung teilgenommen, sagte Leist. Die übrigen haben sich noch nicht entschieden, behalten das Berufsfeld aber im Blick.

Sensibilisierung gelungen

Leist ist zufrieden mit der Resonanz der Kampagne. Es sei nie das Ziel gewesen, den Erfolg an messbaren Zahlen und Kriterien festzumachen. Man wollte vielmehr das Bewusstsein in der Öffentlichkeit wecken, dass die Kirche auch ein Arbeitgeber für eine ganze Reihe von Berufen ist. «Diese Sensibilisierung ist gelungen», ist Leist überzeugt. Die Werbung über Gesichter, etwa mit Plakaten in Trams und Bussen, sei positiv wahrgenommen worden. Dies hätten ihm Rückmeldungen der Interessenten, aber auch Reaktionen von Kollegen gezeigt.

Im ersten Jahr der Kampagne habe man sich auf Quereinsteiger konzentriert, die im Berufsleben stehen, sagte Leist. 2015 richte sich die Kampagne an Maturanden. Aus diesem Grund würden ab April Plakate von Menschen um die dreissig in den öffentlichen Verkehrsmitteln hängen. Dabei werbe man bewusst mit Personen, die bereits als Seelsorger arbeiten. Zudem wolle man mit der Kampagne verstärkt an Hochschulen präsent sein.

Bistum St. Gallen: zwei neue Priesteramtskandidaten

Im Bistum St. Gallen gebe es sehr wenige junge Priester, sagte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Donnerstag, 5. Februar, im Rahmen eines Mediengespräches über den «Wandel der kirchlichen Berufe». Büchel zeigte sich aber erfreut darüber, dass man «im Moment mehr Priesteramtskandidaten» habe: Zwei Männer wollten dieses Jahr neu mit der Ausbildung anfangen. Nach Angaben des Bischofs studieren derzeit sieben Personen aus dem Bistum St. Gallen Theologie. (bal)

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