Jugendbischof Marian Eleganti  | © Francesca Trento
Schweiz
Jugendbischof Marian Eleganti | © Francesca Trento

Jugendbischof Eleganti sammelt mit für die Christen im Irak

Luzern, 13.1.18 (kath.ch) Der Deutschschweizer Jugendbischof Marian Eleganti steht einer Feier zum Gedenken an den 2003 verstorbenen Gründer des Hilfswerks «Kirche in Not», Pater Werenfried van Straaten, in Luzern vor. Ein besonderes Augenmerk legt der Gottesdienst vom 21. Januar auf die Not der Christen im Irak und den Wiederaufbau nach dem IS-Terror.

Aktuell steht für «Kirche in Not» der Wiederaufbau der zerstörten christlichen Städte in der irakischen Ninive-Ebene im Zentrum. Während der Besetzung durch die IS-Terrororganisation  wurden gemäss dem Hilfswerk 13’000 Häuser zerstört, darunter 360 kirchliche Bauten. Das Hilfswerk engagiert sich nun beim Wiederaufbau. Bis anhin konnten über 2000 Häuser in Stand gesetzt werden. Doch weitere Mittel werden benötigt, weshalb am Gedenkgottesdienst in Luzern die Kollekte zu Gunsten der Christen im Irak aufgenommen wird.

«Speckpater» Werenfried van Straaten | © Kirche in Not

Der Niederländer Werenfried van Straaten wurde als «Speckpater» bekannt. Als junger Pater rief er Ende 1947 in einem Zeitungsartikel in Belgien zur Hilfe für die im Elend lebenden Deutschen auf. Trotz des teils grossen Unverständnisses über seinen Hilfs-Appell für den ehemaligen Kriegsgegner erwies sich seine Aktion als Erfolg. Er sammelte bei den Leuten Speck, um diesen nach Deutschland zu bringen. Der Pater gilt als einer der «grössten Bettler des 20. Jahrhunderts». Als Kopf des Hilfswerks «Kirche in Not» sammelte er zeitlebens rund 3,6 Milliarden Franken.

Vor Ort helfen

Der Deutschschweizer Jugendbischof Marian Eleganti unterstützt das Engagement des Hilfswerks beim Wiederaufbau im Irak. Dank dem Bau von Schulen für Christen im irakischen Kurdengebiet im Jahr 2014 blieben viele Familien vor Ort. Da die Kinder und Jugendlichen auch im kurdischen Exil die Schule besuchen konnten, «glaubten die Familien an eine Zukunft im Irak», zitiert das Hilfswerk den Bischof. In den vergangenen drei Jahren unterstützte das Hilfswerk Projekte im Irak mit über 35 Millionen Franken.

Der Gedenkgottesdienst von «Kirche in Not» mit Jugendbischof Marian Eleganti findet am Sonntag, 21. Januar, um 10.00 Uhr in der Jesuitenkirche Luzern statt. Jugendchöre der kroatischen Missionen aus den Kantonen Luzern und Aargau umrahmen die Feier. Im Anschluss daran hält Jugendbischof Eleganti einen kurzen Impuls zum Thema: «Bedeutet Toleranz, die eigene Überzeugung zu relativieren?» (gs)

 

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