Blick auf die Goldene Kuppel des Felsendoms in Jerusalem | © 2014 BR
Schweiz
Blick auf die Goldene Kuppel des Felsendoms in Jerusalem | © 2014 BR

Jerusalem – 24 Stunden am Puls des Lebens

Zürich, 4.4.2015 (kath.ch) Ein wahnwitziges Projekt, ein gewaltiges Erlebnis und ein Blick in das pralle Leben der Stadt Jerusalem: Das alles bietet die 24-stündige Dokumentation «24h Jerusalem» von Arte und Bayrischer Rundfunk. Sie wird nun am Ostersonntag auf Fernsehen SRF 2 in voller Länge nochmals ausgestrahlt. Start ist am 5.4.2015 um 6:00 Uhr (MEZ), wenn die Osterhasen in der Schweiz noch friedlich schlafen und nur die Bettflüchtigen vor dem TV-Monitor sitzen.

Charles Martig

Die 24-stündige Dokumentation porträtiert die Heilige Stadt und ihre Bewohner. Einen ganzen Tag lang begleiteten 70 Kamerateams rund 90 Menschen und dokumentierten das Leben in der geteilten Stadt. Nach der Ausstrahlung auf Arte und Bayrischer Rundfunk im vergangenen Jahr, macht nun auch Fernsehen SRF 2 das filmische Grossereignis erlebbar. Es handelt sich zwar nicht um einen Tag aus dem Pessach-Fest oder um die Passions- und Osterfeierlichkeiten in Jerusalem. Es geht vielmehr um den Alltag der Menschen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: vom Müllmann über die palästinensischen Arbeitnehmer an den Checkpoints bis zu den Touristen in der Grabeskirche, der Hebamme und dem jüdischen Rentner.

Kaleidoskop der geteilten Stadt Jerusalem

Um 6:00 Uhr erwacht Jerusalem. Die Müllabfuhr räumt auf, während Arbeitnehmer im Stau und den Warteschlangen an den Check-Points auf die tägliche Geduldsprobe gestellt werden. Die Touristen, die zeitgleich in der Grabeskirche einen Gottesdienst besuchen, bekommen von diesen Alltagssorgen wenig mit. Am Vormittag archiviert Esther Shimberg in der Gedenkstätte Yad Vashem die Akten von Holocaust-Opfern, während eine deutsche Pilgergruppe Jerusalems Sehenswürdigkeiten besichtigt. Bei den Vorbereitungen für ein traditionelles palästinensisches Familienessen geht Constanze Klatt ihrer Schwiegermutter über die Mittagszeit zur Hand. Unterdessen betet der Franziskanermönch Armando Pierucci und an der Klagemauer feiert der 13-jährige Netanel Mamo seine Bar Mizwa. Taxifahrer Benzi Ben Shoham hat einen schweren Nachmittag vor sich: Er gedenkt seiner Schwester Limor, die bei einem Selbstmordattentat ums Leben gekommen ist. Derweil untersucht UN-Mitarbeiter Christoph von Toggenburg einen gewaltsamen Zwischenfall im Flüchtlingslager Aida in Bethlehem.

Gegen 18:00 Uhr schliessen Büros und Souvenirshops und Jerusalem begibt sich in den wohlverdienten Feierabend. In der Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg wird ein Mädchen getauft, während Komödiant Yisrael Campbell vor einem Auftritt von seiner Konversion zum Judentum erzählt. Mit dem Gebet in der Al Aqsa Moschee beginnt der Abend, an dem Esther Shimberg mit ihren Freundinnen eine Bracha-Party feiert und Pilger sich von Wassim Razouk tätowieren lassen. Am späten Abend gibt es palästinensischen Pop im Hotel Ambassador und Hebamme Yana Glazer hilft einem Kind auf die Welt. In der Nacht kümmert sich der jüdische Rentner Meir Brom als Telefonseelsorger um die Probleme der Anrufer, bis die Stadt wieder zum Leben erwacht: In den Bäckereien duftet es nach Brot, die Grabeskirche öffnet ihre Pforte und der mystische Reigen aus Alltag, Geschichte und Gegenwart, aus Himmel und Hölle, geht nach 24 Stunden wieder von vorne los. Eine einmalige Reise endet hier und hinterlässt einen ganzen Berg an Bildern, Eindrücken und Gefühlen.

Fernsehen am Ostersonntag ganz gross

Mit dem Projekt «24h Jerusalem» zeigt sich eine grosse Qualität von Fernsehen: In keinem anderen Medium wäre das Format von 24 Stunden überhaupt denkbar. Hier bekommt die multikulturelle und multireligiöse Stadt ein vielfältiges und faszinierendes Gesicht. Die grossartige Montage erlaubt es der Zuschauerin und dem Zuschauer, am Puls des Lebens von Jersusalem teilzuhaben. Das ist so überraschend wie alltäglich zugleich. Und genau diese Mischung macht den grossen Reiz von «24h Jerusalem» aus. Dass diese Dokumentation am Ostersonntag ausgestrahlt wird, macht durchaus Sinn. Die Heilige Stadt ist uns an keinem Tag des Jahres näher als am Hochfest der Auferweckung von Jesus Christus.

Wer sich nicht nur mit linearem Fernsehen zufrieden geben will, findet einen  Blick hinter die Kulissen des Grossprojekts auf der Plattform 24jerusalem.tv/de mit weiteren Videos aus Jerusalem, dem Webtagebuch des Regisseurs und interaktiven Angeboten. (cm)


                                        
                                                                    

«24h Jersusalem» Programminformation SRF 2

Jerusalem fasziniert und beängstigt wie keine andere Stadt der Welt. Die Wiege der drei grossen monotheistischen Religionen ist seit Jahrzehnten Brennpunkt politischer Auseinandersetzungen und dadurch fast täglich in den News. Aber gerade den Europäern bleibt die Stadt häufig ein Rätsel, als Tourist kann man die Vielschichtigkeit nur erahnen. Das gross angelegte Fernsehprojekt «24h Jerusalem» ist ein aussergewöhnliches Fernseherlebnis, denn es erzählt einen Tag im Leben dieser einzigartigen Stadt und zeigt den Alltag verschiedenster Menschen, die in Jerusalem leben. Realisiert durch die Berliner Produktionsfirma zero one 24 für Arte, RBB und den Bayrischen Rundfunk vermittelt dieses ausserordentliche Projekt einen einzigartigen Einblick in diese spezielle Stadt. SRF strahlt «24h Jerusalem» am Ostersonntag auf SRF zwei aus, von 06:00 Uhr morgens bis um 06:00 Uhr am Ostermontag (SRF Media Relations).

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