Hongkong | © pixabay MK817 CC0
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Hongkonger Gelehrte warnen Vatikan vor Verhandlungen mit Peking

Hongkong, 13.2.18 (kath.ch) Katholische Wissenschaftler, Anwälte und Menschenrechtler aus Hongkong, Grossbritannien und den USA haben in einem offenen Brief an katholische Bischofskonferenzen weltweit dazu aufgerufen, die Verhandlungen des Heiligen Stuhls mit China zu überdenken.

In dem Schreiben mit bislang rund 1140 Unterschriften warnen die Unterzeichner vor nicht mehr rückgängig zu machenden Fehlern. Sie seien «tief schockiert und enttäuscht» über eine mögliche Einigung zwischen dem Vatikan und Peking sowie eine mögliche Anerkennung von sieben «patriotischen» chinesischen Bischöfen durch den Papst.

Zur katholischen Kirche in China gehören einerseits Gläubige und Geistliche der sogenannten «Patriotischen Vereinigung», die von der Regierung in Peking kontrolliert wird, sowie Priester, Bischöfe und Gemeinden, die allein Rom treu und von den Behörden nicht anerkannt sind. Allerdings sind die Grenzen zwischen «offizieller» und «Untergrundkirche» vielfach fliessend.

Die Ernennung von Bischöfen

Seit 1957 bestehen zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China keine diplomatischen Beziehungen mehr. Vor knapp vier Jahren wurden Gespräche aufgenommen. Anfang Februar spekulierten Medien über einen möglichen «Durchbruch»; strittig in den Verhandlungen ist vor allem die Frage, wer Chinas Bischöfe ernennt – der Papst oder Peking.

In dem Brief betonen die Unterzeichner, dass «alle Bischöfe vom Heiligen Vater» ernannt werden müssten. Die Regierung dürfe «keine Rolle beim Auswahlprozess spielen. (kna)

 

 

 

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